Testspiel gegen 1860 München

Dutts gelehrige Schüler: „Thema gut umgesetzt“

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Luftkampf zwischen Cedric Makiadi und Münchens Christopher Schindler. Neuzugang Makiadi feierte gestern im Test gegen 1860 seine Premiere im Werder-Trikot und zeigte, „was ich von ihm erwartet habe“, meinte Coach Robin Dutt. ·

Werder-Bremen - Die Lehrer im Schulzentrum Zell am Ziller machten gerne Überstunden: Sie genossen gestern Abend von ihrem Lehrerzimmer aus beste Sicht ins Parkstadion und damit auf die Profis von Werder Bremen und 1860 München. Unten, am Spielfeldrand, stand der Fußball-Lehrer Robin Dutt, hatte noch einen besseren Blick auf das Geschehen und war nach dem 1:1 (0:0) seiner Bremer im Test gegen den Zweitligisten sehr zufrieden. Seine „Schüler“ hätten „das Thema der Woche sehr gut umgesetzt“, benotete Dutt.

Im Zillertal hatte sich Werder seit Sonntag vor allem dem Defensivkonzept gewidmet. Nach 66 Gegentoren in der Vorsaison keine Überraschung. Und Dutt gefiel es, „wie toll die Mannschaft trotz müder Beine nach hinten gearbeitet hat“.

Für die Müdigkeit war der Trainer mit der harten, zweistündigen Einheit am Morgen selbst verantwortlich gewesen. Und dann ging es auch noch gegen einen Gegner, der schon in gut einer Woche in die Liga startet. „Wir haben versucht, diesen athletischen Unterschied mit Ballbesitz wettzumachen, dadurch war das Tempo sehr niedrig“, erklärte Dutt.

Die 1 500 Zuschauer sahen deshalb ein eher zähes Spiel, was aus Werder-Sicht trotzdem spannend war. Erstmals standen fast alle Spieler zur Verfügung – und es gab endlich Hinweise darauf, in welchem System nach der Ära Schaaf gespielt wird. Dutt setzte wie sein Vorgänger in der Rückrunde auf ein 4-2-3-1. In der Innenverteidigung feierte dabei Luca Caldirola seine Premiere im grünen Trikot und bekam für sein Spiel viel Lob von Dutt: „Er hat das mit einer Selbstverständlichkeit gemacht, da kann man nur sagen, der Start ist gelungen.“ Gleiches galt aus Sicht des Trainers auch für Neuzugang Nummer zwei: Cedric Makiadi lieferte als Sechser die Leistung ab, „die ich von ihm erwartet habe“.

Neben Makiadi probierte Dutt wie angekündigt Mehmet Ekici aus und fand das „30 Minuten lang sehr gut“. Dann habe der Türke einen Schlag und somit Probleme bekommen.

Vor den beiden Sechsern hatte Dutt ein Dreier-Mittelfeld installiert – mit Aaron Hunt in der Mitte sowie den beiden begnadigten Profis Marko Arnautovic und Eljero Elia auf den Flügeln. „Über Marko und Elli ist so viel berichtet worden, da wollte ich ihnen die Chance geben, auf dem Platz zu antworten – und das haben sie hervorragend gemacht“, urteilte Dutt über eine engagierte, aber wenig wirkungsstarke Vorstellung des Duos.

Streicheleinheiten für die Stars gehören aber zu jeder Vorbereitung – und sind gerne auch mal etwas übertrieben. Die positiven Worte für Sebastian Mielitz gab es dagegen zurecht – zumindest was zwei Paraden in der Schlussminute betraf. Beim Ausgleich von Stefan Wannenwetsch kurz zuvor (84.) hatte der Keeper nicht gut ausgesehen, doch Dutt stellte sich vor Mielitz: „Das Tor ärgert mich zwar, weil gewinnen wollte. Aber der Freistoß war nicht haltbar.“

Die Bilder vom Testspiel

Werder mit Remis gegen die Münchner Löwen

So reichte Hunts verwandelter Strafstoß (72.) nicht zum Sieg. Vielleicht war es ausgleichende Gerechtigkeit, denn ob Guillermo Vallori Werders Zlatko Junuzovic wirklich elfmeterwürdig attackiert hatte, war doch sehr umstritten.

Werder: Mielitz - Fritz (62. Gebre Selassie), Prödl, Caldirola (62. Lukimya), Schmitz (8. Hartherz) - Ekici (46. Junuzovic), Makiadi (46. Trybull) - Arnautovic (46. Aycicek), Hunt (76. Kroos), Elia (76. Ignjovski) - Petersen (46. Füllkrug). · kni

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