Werder-Coach warnt vor Nürnberg

Dutt stoppt die Träumer

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Antreiber: Werder-Coach Robin Dutt verlangt morgen gegen Nürnberg wieder vollen Einsatz von seinem Team: „Wir müssen aufs Extremste fighten.“ ·

Bremen - Zugegeben, Werders Saisonstart war ziemlich knackig. Vier Mal mussten die Bremer in fremden Arenen ran, nur zwei Mal durften sie im heimischen Weserstadion spielen. Da sind neun Punkte eine ordentliche Ausbeute. Nun aber kommt eine Spiel-Strecke, die Erwartungen weckt. Morgen (15.30 Uhr) gegen Nürnberg, dann in Stuttgart und anschließend gegen Freiburg – allesamt Teams, die hinter dem Tabellen-Neunten rangieren. Da träumt sicher der eine oder andere von einer Siegesserie . . .

Doch Stopp, sagt Robin Dutt. „Der größte Fehler, den man machen kann, ist zu glauben, dass es der Spielplan gut mit einem meint“, sagt der Werder-Coach – und will damit ausdrücken: Es gibt keinen leichten Gegner in der Bundesliga mehr, keiner darf unterschätzt werden.

Schon morgen rechnet Dutt gegen die noch sieglosen Franken (vier Unentschieden, zwei Niederlagen) mit einer ganz harten Nuss. „Nürnberg ist immer unangenehm zu spielen. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir Höchstleistung bringen. Zeigen wir nur 90 Prozent und Nürnberg 100, verlieren wir. Dann haben wir keine Chance. So knapp ist das in der Bundesliga. Wir müssen aufs Extremste fighten.“

Kampf ist Trumpf – vor allem gegen einen „sehr kompakten“ Gegner, der sich zu wehren weiß und am vergangenen Wochenende ein beachtliches 1:1 gegen Borussia Dortmund geholt hat. Werder werde gegen den „Club“ noch weniger Räume bekommen als beim 2:0 im Nordderby beim Hamburger SV, prophezeit der Bremer Coach: „Und deshalb müssen wir noch mehr Geduld aufbringen. Das kann ziemlich zäh werden. Wer erwartet, dass wir Nürnberg einfach so überlaufen, hat unsere Situation immer noch nicht verstanden.“

Dutt sieht sein Team inmitten einer mühsamen Entwicklung, bei der er inzwischen allerdings einige Fortschritte erkennt. In der Offensive, wo man sich gegen Frankfurt und zuletzt beim HSV „deutlich mehr Chancen erarbeitet“ habe als zuvor. Vor allem aber in der Defensive: Drei Mal stand in sechs Spielen die Null. „Eine gute Tendenz“, findet Dutt.

Morgen folgt die nächste Belastungsprobe. Nicht unbedingt wegen eines Sturmlaufs der Nürnberger, die vermutlich eher auf Konter ausgerichtet sind. Dafür aber bei Standards, vor denen die Bremer einen Heidenrespekt haben. „Da sind sie brutal gefährlich, mit die gefährlichste Mannschaft der Bundesliga“, warnt Werder-Sportchef Thomas Eichin, der dabei vor allem an einen Mann denkt: Tomas Pekhart, „den Riesen da vorne drin“. 1,94 Meter misst der tschechische Mittelstürmer, der in dieser Saison jedoch bisher nur zwei Einwechslungen vorweisen kann und seinen Stammplatz verloren hat. Weil aber Daniel Ginczek wegen eines Zehenbruchs fehlt, rutscht Pekhart rein und soll Werder als einzige Spitze ordentlich beschäftigen. · mr

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