„Er passt perfekt“

Dutt kommt mit „großem Elan“

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Robin Dutt

Bremen - Sollte irgendjemand noch die leisesten Zweifel gehegt haben, jetzt sind sie zerstreut. Robin Dutt wird neuer Cheftrainer von Werder Bremen!

Gestern bekam der 48-Jährige, der in der Bundesliga schon den SC Freiburg und Bayer Leverkusen betreut hatte, die Freigabe vom Deutschen Fußball-Bund. Dort arbeitete er zuletzt als Sportdirektor. Heute Morgen kommt Dutt nach Bremen, unterschreibt einen Dreijahresvertrag bis 2016 und wird um 11.30 Uhr bei einer Pressekonferenz offiziell als Nachfolger von Thomas Schaaf vorgestellt.

„Ich freue mich sehr, dass mein Platz nun wieder auf der Trainerbank sein wird. Werder ist ein toller Verein und eine sehr reizvolle Aufgabe, die ich mit großem Elan angehen werde“, wurde Dutt gestern Mittag in einem ersten Statement auf der Werder-Homepage zitiert.

Zuvor hatte der DFB – wie erwartet – grünes Licht für die von Dutt gewünschte Trennung gegeben. Der noch bis Ende 2016 gültige Vertrag, den er erst vor zehn Monaten unterschrieben hat, wird zum 31. Mai aufgelöst. „Im Präsidium sind wir uns einig, dass diese Entwicklung nicht zum generellen Anforderungsprofil der Position des Sportdirektors passt, langfristig und kontinuierlich die sportliche Richtung vorzugeben und zu gestalten“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, offensichtlich angesäuert wegen des schnellen Abgangs, auf der Internetseite des Verbands. Zu der Entscheidung, die er mit seinen Kollegen vormittags während einer Telefonkonferenz gefällt hatte, gab es aber „keine Alternative. Robin Dutt hat uns seinen Wunsch, wieder als Trainer tätig zu werden, mit Nachdruck vorgetragen. Wir wünschen ihm für seine weitere Karriere alles Gute“, sagte Niersbach.

„Mein besonderer Dank gilt dem DFB. Einerseits für das große Entgegenkommen, meinem Wunsch zu entsprechen – und andererseits für die Wertschätzung, die ich von den Verantwortlichen und meinen Mitarbeitern erfahren habe“, meinte Dutt.

Auch Werder-Sportchef Thomas Eichin dankte dem DFB dafür, dass er Werders Wunschkandidaten nach so kurzer Zeit schon wieder aus dem Amt ließ. „Ich freue mich, dass jetzt alles klar ist“, sagte Eichin, dem die Erleichterung anzumerken war: „Wir bekommen den Trainer, der perfekt passt.“ Dutt sei ein bodenständiger und positiver Typ, der „schon vor Mannschaften gestanden“ habe und deshalb die nötige Erfahrung mitbringe. „Ich bin in Freiburg sehr gut vernetzt und weiß, wie gut er das nach der Ära Volker Finke gemacht hat. Sehr souverän“, sagte Eichin. In seiner Zeit im Breisgau (2007 bis 2011) hat Dutt trotz bescheidener finanzieller Mittel eine starke und taktisch enorm flexible Mannschaft geformt und immer wieder erfolgreich Talente eingebaut. Exakt diesen Weg soll er nun auch in Bremen beschreiten: Werder neu aufbauen und nach drei enttäuschenden Jahren zurück in die Spur hieven.

Intensive Überzeugungsarbeit musste Eichin bei Dutt, dem Sohn eines Inders und einer Deutschen, nicht leisten. Schon vor einigen Wochen, als Dutt im Rahmen seines DFB-Jobs in Bremen war, „habe ich gespürt, dass er Werder als einen tollen Verein ansieht“, erinnert sich Eichin. In den Gesprächen in Stuttgart vergangene Woche hinterließ Dutt dann bei den Bremer Geschäftsführern Klaus Filbry, Klaus-Dieter Fischer und Eichin einen „sehr guten Eindruck. Man hat gemerkt, dass er richtig Bock darauf hat“, sagte Eichin und ergänzte: „Ich bin mir sicher, dass er sich hier gleich voll einbringt.“

Und das muss er auch, denn es gibt genug zu tun. Die Kaderplanung ist zuletzt wegen der offenen T-Frage ins Stocken geraten. Nun werden Dutt und Eichin Vollgas geben. „Gleich nach der Pressekonferenz werden wir gewisse Dinge besprechen“, kündigte Eichin an: „Wir werden die nächsten Tage auch nutzen, um ihn hier erst mal vorzustellen.“ · mr

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