„Alles bestens“, lobt der Coach / „Er ist gut für uns“, schwärmt der Spieler

Dutt bringt Elia wieder zum Lachen

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Es darf gelacht werden: Eljero Elia bekommt bei seinem Neustart Rückendeckung von Coach Robin Dutt. ·

Norderney - Wie es aussieht, wenn ein Trainer und ein Spieler ihr Arbeitsverhältnis bei Null beginnen, ist in den Tagen auf Norderney bei Robin Dutt und Eljero Elia bestens zu beobachten. Da wird gelacht, geredet, gelobt und gewettet. Atmosphärische Störungen? Wo denn?

„Alles bestens“, urteilt Dutt über die Zusammenarbeit mit Elia, der den Bremer Verantwortlichen quasi generationsübergreifend Kopfzerbrechen bereitet hat. Vor einem Jahr geholt von Klaus Allofs und Thomas Schaaf entpuppte sich der 5,5-Millionen-Einkauf trotz eines großen Talents zunächst als sportlicher Flop und dann auch noch als unsensibler Foulspieler am Teamgeist. Die nächtliche Autobahntour mit Marko Arnautovic, die anschließende Suspendierung – die Geschichte ist allseits bekannt, weil sie oft erzählt wurde. Es ist eine Altlast, die Robin Dutt als neuer Bremer Coach übernommen hat, und die er irgendwie aus der Welt schaffen muss.

Der Schaaf-Nachfolger versucht es auf die ganz sanfte Tour. Nach den ersten sieben Tagen der Zusammenarbeit bescheinigt er Elia großen Trainingsfleiß und ein völlig normales Verhalten – als ob nichts gewesen wäre. Für Dutt war ja auch nichts. Für Elia schon. Doch der 26-Jährige ist gut im Vergessen – jedenfalls dann, wenn es in seinem Sinne ist. „Was letzte Saison gewesen ist, ist abgehakt. Ich spreche da nicht mehr drüber“, sagte Elia gestern. Nur noch soviel wollte er dann doch loswerden: „Was Marko und ich gemacht haben, war scheiße. Der Verein hat uns dafür zurecht bestraft.“ Echte Reue oder geheuchelte Einsicht? Bei Elia, der nach der Suspendierung viele Tage brauchte, um auch nur ein Wort des Bedauerns über sein Verhalten zu formulieren, weiß man nie so genau.

Aber gut: Die Vergangenheit soll ruhen. Elia wird aktuell ein „guter Job“ (Sportchef Thomas Eichin) attestiert und soll, so die offizielle Werder-Meinung, nicht verkauft werden. Stattdessen bekommt er von Dutt und Eichin eine zweite Chance. „Super“ findet er das, so wie er offenbar auch Robin Dutt nach der ersten Kennenlernphase super findet. „Er ist gut für uns, schenkt uns Vertrauen. Jetzt es ist an uns, was wir daraus machen werden.“ Dass er mit „uns“ die ganze Manschaft und nicht nur sich und seinen Kumpel Arnautovic meint, darf einfach mal unterstellt werden.

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Arnautovic, derzeit ob einer lapidaren Geschichte wegen eines angeblich nicht ordnungsgemäß angemeldeten Porsches im Rechtsstreit mit der Münchner Justiz und deshalb im Fokus der Boulevardzeitungen, hat bislang noch einen verlängerten Urlaub genossen. Erst am Sonntag stößt er zum Team – dann beginnt die Aufarbeitung, Teil zwei für Robin Dutt und Thomas Eichin.

Vermutlich wird sie ähnlich verlaufen wie bei Elia. Wobei die Geschichte nicht unbedingt mit der großen Versöhnung und gemeinsamen Zukunftsplänen enden muss. Arnautovics Vertrag läuft nämlich bereits im kommenden Jahr aus. Wenn Werder für ihn noch eine Ablöse erzielen will, dann in diesem Sommer. Und wenn die nicht zu klein ausfallen soll, ist es ratsam, sich zu vertragen – ob nur demonstrativ oder ehrlich, das wäre für das Geschäft völlig egal. · csa

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