Sondersitzung mit dem Mannschaftsrat

Dutt beruhigt seine Spieler

Bremen - Auch gestern Morgen wurde am Weserstadion trainiert – ohne Rücksicht auf das Testspiel am Abend gegen Ajax Amsterdam. Robin Dutt zieht sein Programm durch und beruhigt zugleich seine Spieler.

Die sind nach den Niederlagen gegen Osnabrück und Zwolle schon ein wenig ins Grübeln gekommen, ob sie noch gewinnen können. Kein Wunder, denn nach 13 sieglosen Spielen in der Rückrunde der vergangenen Saison sehnten sich Fritz und Co. nach Erfolgserlebnissen. Die gab es aber nur gegen Bezirksligisten und waren damit wirkungslos.

Dutt sind die aufkommenden Selbstzweifel nicht entgangen. Deshalb hat der neue Coach gestern Morgen reagiert. „Ich habe mich mit dem Mannschaftsrat zusammengesetzt“, berichtete der 48-Jährige: „Für die Spieler ist es wichtig zu wissen: Wie denkt der Trainer? Nachdem ich ihnen gesagt habe, dass unsere Ergebnisse nullkommanull mit der Rückrunde zu tun haben, war sofort zu merken: Eigentlich sehen sie es genauso.“ Aber es musste eben einmal deutlich gesagt werden.

Dutt setzt auf Kommunikation – und in dieser Phase auch auf viel Lob: „Ich bin total zufrieden mit der Mannschaft. Sie arbeitet sehr gut. Ich bin mit dem aktuellen Stand zufrieden.“ Und die Ergebnisse? „Die haben keine Aussagekraft“, behauptet Dutt: „Wenn ich ein Spiel analysiere, dann schaue ich: Wie oft kommen die Szenen, die wir trainiert haben, im Spiel?“ Und da ist er mit der Entwicklung absolut zufrieden – und er versichert: „Wir werden zum Bundesliga-Start gegen Braunschweig eine Top-Mannschaft auf dem Platz haben, die auch taktisch gut sein wird.“

Im Prinzip würde es ihm sogar in die Karten spielen, dass die Ergebnisse nicht stimmen: „Das hat den Vorteil, dass alle hoch sensibel bleiben.“ Und niemand käme in die Versuchung, abzuheben oder zu glauben, „wir sind die Größten“, um dann in Braunschweig böse auf die Nase zu fallen.

Allerdings verspricht Dutt auch keine Wunderdinge: „Wenn ich hier nach 14 Tagen taktischer Arbeit einen Meisterschaftskandidaten geformt hätte, dann wäre das schon etwas komisch.“ Es werde immer mal wieder Rückschläge geben und es werde dauern, bis Werder seinen Fußball spielt. Vielleicht nur ein paar Monate, vielleicht aber auch länger. „Da ist Geduld gefragt“, sagt Dutt und fügt zufrieden an: „Es scheint so, als habe dieser Verein diese Geduld. Deshalb habe ich mich auch für diesen Verein entschieden. Es gibt einige Clubs, die ich nicht genommen hätte.“ · kni

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