Der neue Geschäftsführer besucht die Mannschaft

Auf der Durchreise: Eichin stellt sich bei Werder vor

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Und ab ins Auto – Thomas Eichin hatte es gestern nach seinem Kurzbesuch in Bremen eilig: Der künftige Werder-Geschäftsführer Sport wollte pünktlich zum Spiel seiner Kölner Haie in Wolfsburg sein. ·

Bremen - Am Ende gab es noch einen kurzen Plausch mit Thomas Schaaf, dann hatte es Thomas Eichin gestern Nachmittag ziemlich eilig. Der neue Geschäftsführer des SV Werder war doch „nur auf der Durchreise“, wie er auf dem Weg zu seinem Auto auf dem Parkplatz des Weserstadions berichtete.

Sein Noch-Arbeitgeber, Eishockey-Erstligist Kölner Haie, trat am Abend in Wolfsburg an. Den Spieltermin in Niedersachsen hatte Eichin genutzt, um sich bei Werder vorzustellen.

„Es ging ja alles sehr schnell im Dezember. Da hatte ich wenig Zeit, auch mal der Geschäftsstelle Hallo zu sagen. Das habe ich jetzt nachgeholt“, erklärte Eichin, der direkt nach Weihnachten als Nachfolger von Klaus Allofs präsentiert worden war. Weil der 46-Jährige aber noch bis zum Saisonende der Kölner Haie (im März oder April) beim Eishockey gebraucht wird, ist er nur sporadisch beim Fußball im Einsatz. Wie zum Beispiel gestern.

„Mein Büro habe ich aber noch nicht bezogen“, versicherte Eichin: „Es ging darum, mir mal einen Überblick zu verschaffen – über die Geschäftsstelle, die verschiedenen Abteilungen, die Räumlichkeiten, das ganze Drumherum.“ Und der Ex-Profi von Borussia Mönchengladbach war durchaus beeindruckt: „Das ist schon toll hier – keine Frage. Wir haben zwar bei den Kölner Haien auch eine gute Struktur und eine schöne Geschäftsstelle, aber bei einem Fußball-Bundesligisten ist alles immer noch eine Spur größer.“

Ersten Kontakt gab es gestern auch zu den Profis. „Natürlich war ich in der Kabine und habe den Spielern kurz Hallo gesagt“, verriet Eichin, wollte daraus aber keine große Sache machen: „Das ist doch ganz normal.“ Eine lange Begrüßungsrede habe er nicht gehalten.

Eichin will sich nicht in den Vordergrund drängen. Über Berichte, die sich mit der Machtfrage bei Werder beschäftigen, kann er nur schmunzeln: „Wir werden gemeinsam versuchen, Werder voranzubringen.“ Seinen Platz sieht er dabei auf der Tribüne. „Ich werde mich bei Spielen eher nicht auf die Trainerbank setzen“, erklärte Eichin und verwies auf seine Praxis beim Eishockey: Dort steht er zwar an der Bande, aber nicht in unmittelbarer Nähe zum Trainer.

Apropos Eishockey: Mit der aktuellen Doppelbelastung hat Eichin „kein Problem. Ich widme mich zu 100 Prozent den Haien. In der Zeit, die mir dann noch bleibt, beschäftige ich mich mit Werder und werde mir sicher auch das eine oder andere Spiel anschauen.“ Ins Tagesgeschäft will er erst später voll einsteigen: „So lange ich nicht über jedes Detail Bescheid weiß, werde ich einen Teufel tun und mich einmischen. Die Struktur steht hier, es läuft alles gut.“

Genauso wie bei den Haien. Die Kölner sind auf Playoff-Kurs und ein heißer Kandidat auf den Titel. Dass ausgerechnet jetzt der Geschäftsführer seinen Abschied angekündigt hat, habe ihm keiner übel genommen, meinte Eichin: „Fans und Mannschaft wussten doch, dass ich als gelernter Fußballer irgendwann in den Fußball zurückkehren wollte. Die meisten haben mir gratuliert, haben sich gefreut und mir viel Glück gewünscht.“ Nun will er sich am liebsten mit dem Titel bedanken, denn „nach 14 Jahren kann man schon sagen, dass ich die Kölner Haie liebe“. · kni

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