Leihgeschäfte kommen immer mehr in Mode

Durchlauferhitzer für die Karriere

Nils Petersen ·

Bremen - Kreativ war das Schlagwort. Klaus Allofs hatte es im Frühjahr oft benutzt, wenn er erklären musste, wie Werder trotz fehlender Einnahmen aus dem europäischen Wettbewerb die Mannschaft neu aufbauen will. Nun zeigt sich, was er gemeint hat. Synonyme für kreativ können Begriffe wie findig, gewitzt, außergewöhnlich sein – oder im Werder-Fall eben: Ausleihen ohne Option.

Bei Nils Petersen (23/von Bayern München) musste Werder es so machen, bei Kevin De Bruyne (21/vom FC Chelsea) wohl auch. Es sind Spieler mit Talent und Potenzial, die aber einen Makel haben: Sie bieten den Bremern zwar Hoffnung auf schnelle Hilfe, aber nicht auf Nachhaltigkeit. Denn sind sie an der Weser erfolgreich, sind sie auch ruckzuck wieder weg. Zurück zum Stammverein oder im Weiterverkauf an solventere Clubs. Ohne dass Werder, der Durchlauferhitzer für die Spieler-Karriere, finanziell profitiert. Jedenfalls nicht direkt.

Im besten Fall trägt die schnelle Eingreiftruppe ihren Teil dazu bei, dass Werder die Rückkehr auf die internationale Bühne gelingt. Dann wäre tatsächlich das eingetreten, wovon Allofs spricht, wenn er sagt: „Es kann eine Win-Win-Situation für alle werden.“ Werder am Ziel, die Spieler auf einem höheren Niveau, die „Besitzer“ dankbar für die Fortbildung des Personals. Werder müsste dann zwar erneut suchen, aber immerhin mit besseren Möglichkeiten.

Planungssicherheit sieht freilich anders aus. „Aber Planungssicherheit“, sagt Klaus Allofs, „muss man sich immer erkaufen.“ Und dazu ist Werder Bremen aktuell eben nicht bei jedem Spieler in der Lage. In den konkreten Fällen wird sich daran auch in nur einer Saison nichts ändern. Allofs: „Was nützt eine Kaufoption, die bei sechs, sieben Millionen Euro liegt? Das ist für uns nicht zu machen.“ Dann lieber auf für Werder günstige Entwicklungen hoffen. An einen wie De Bruyne kommt Werder auch jetzt nur, weil der FC Chelsea mit den Verpflichtungen des Brasilianers Oscar und des Belgiers Eden Hazard noch kräftig für das Mittelfeld nachgelegt hat. „Und wir wissen nie: Kaufen die im kommenden Jahr noch mal welche dazu?“, meint Allofs. csa

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