Dutt nutzt die Länderspielpause

Durchatmen und das Tempo drosseln

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Anstrengende Wochen liegen hinter der Mannschaft von Robin Dutt. Also lässt der Werder-Trainer in den Einheiten dieser Woche Freiraum zum Durchschnaufen. 

Bremen - Abstellungen an Nationalmannschaften, gelichtete Reihen auf den Trainingsplätzen, banges Warten auf die möglichst gesunde Rückkehr aller Profis – Länderspielpausen wie zurzeit sind vielen Bundesliga-Trainern ein Dorn im Auge.

Robin Dutt und seinem noch verbliebenen Personal verschafft diese Woche hingegen die nötige Luft zum Durchatmen: „Wir haben uns in diese Woche reingerettet“, beschreibt der Werder-Coach das Ausmaß des Kraftakts in den Tagen zuvor, der mit dem hart erarbeiteten 1:1 in Stuttgart seinen Höhepunkt erreicht hatte. Jetzt „müssen wir alle wieder aufpäppeln“.

Also plant der 48-Jährige bis Samstag Trainingseinheiten mit „überschaubarer Intensität“ sowie gedrosseltem Zweikampf- und Pressingverhalten. Wohl auch, weil der hohe Einsatz in den Einheiten der Vorwoche dem Werder-Lazarett zwei Neuaufnahmen beschert hatte: Cedric Makiadi erlitt einen Innenband anriss, Franco Di Santo einen Muskelfaserriss. „Ich weiß nicht genau, wie es kam, aber wir haben Angreifen und Verteidigen trainiert, und plötzlich sind die Schmerzen aufgetaucht“, berichtete Di Santo gestern: „Angeblich soll es jetzt zwei Wochen dauern, bis ich wieder dabei sein kann. Aber vielleicht klappt es auch schneller.“ In dieser Woche allerdings auf keinen Fall. Auch Dutt rechnet maximal mit der Rückkehr von Assani Lukimya ins Mannschaftstraining, der seit dem Nürnberg-Spiel unter Hüftbeschwerden leidet.

Insgesamt neun Verletzte – dazu die Länderspielreisen der beiden Österreicher Sebastian Prödl und Zlatko Junuzovic, des Serben Alek sandar Ignjovski, Tschechiens Theodor Gebre Selassie und Martin Kobylanski für Polens U 20. Für die übrigen Werder-Profis heißt es: Wunden lecken und Kräfte sammeln. Schon kurz nach dem Stuttgart-Spiel hatte Dutt geurteilt: „Die Jungs sind an der Kante.“ Dies klingt nach nur acht Bundesliga-Spielen ohne eingebettete Europapokal-Einsätze bedenklich, doch der Trainer klärt auf: „Die Spieler trainieren pro Woche einmal öfter und jeweils länger als im letzten Jahr. Wir beginnen zum Beispiel 20 Minuten vorher mit Kräftigungsübungen. Und es muss sehr viel Neues verarbeitet werden – das ist mehr, als wenn man mit einem Trainer schon ein paar Jahre zusammenarbeitet.“

Doch der Aufwand lohnt sich, meint Dutt. Zwar sei das 1:1 in Stuttgart auch glücklich gewesen, „aber nur Dusel kann es nicht sein, wenn die anderen Mannschaften so gegen uns fighten müssen“. · ck

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