Der mahnende Mielitz:

„Dürfen nicht überdrehen“

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Sebastian Mielitz sagt deutlich, was er heute von Werder erwartet.

Bremen - Sebastian Mielitz ist weit davon entfernt, ein Lautsprecher zu sein. Doch nach seiner ersten guten Hinrunde als neue Nummer eins des SV Werder wird der 23-Jährige verbal langsam etwas forscher.

„Wir dürfen jetzt nicht überdrehen“, fordert der Keeper für das Bundesliga-Spiel heute Abend bei Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) und warnt davor, sich von dem 4:1-Sieg in Hoffenheim zu sehr blenden zu lassen.

„Wir hatten auch in Hoffenheim eine Phase, da kann das Spiel kippen“, erinnert sich Mielitz: „Das dürfen wir nicht vergessen. Wir müssen auch darauf gefasst sein, in Rückstand zu geraten, um dann richtig zu reagieren.“ Der Torwart will keineswegs als Miesepeter dastehen, er will nur endlich den zweiten Sieg in Folge. Das hat es seit über einem Jahr nicht gegeben. Doch selbst der mahnende Mielitz ist durchaus optimistisch, dass Werder nun auf der Siegerstraße bleibt: „Ich habe ein gutes Gefühl, sogar ein sehr gutes. Wir haben in der Woche richtig gut trainiert. Das hat der Trainer auf der Pressekonferenz ja auch betont.“ Womit klar wäre, dass Pressekonferenzen mit Trainer Thomas Schaaf weitaus mehr als nur eine Informationsquelle für Journalisten sind. Mielitz ist zwar nie vor Ort dabei, „aber ich schaue mir das hinterher immer im Fernsehen oder Internet an. Das wird ja überall gezeigt. Das gehört für mich dazu.“

Der Mann bereitet sich vor. Genauso wie sein Kapitän. Auch Clemens Fritz gehört zu der Sorte Profis, die vor einem Spiel lieber warnend auf die Kollegen einwirken, als irgendwelche Sprüche zu klopfen. „Wir müssen in Frankfurt gleich hellwach sein, denn die Eintracht erzeugt gerade in der ersten Halbzeit großen Druck“, erklärt der Mittelfeldspieler, der gestern seinen 32. Geburtstag feierte. Als nachträgliches Geschenk sollen natürlich drei Punkte her, aber über die möglichen Folgen in der Tabelle möchte Fritz vor dem 16. Spieltag nun wirklich nicht mehr reden: „Jede Woche muss ich diese Frage beantworten. Dabei ist es doch immer das gleiche: Gewinnen wir, geht es nach oben, verlieren wir, geht es nach unten.“

Fotos vom Abschlusstraining

Abschlusstraining: Werder ohne Hunt nach Frankfurt

Die Bundesliga ist vor allem im Mittelfeld so ausgeglichen wie selten zuvor. Da entscheiden Nuancen über Sieg und Niederlage. Speziell, wenn Teams wie Frankfurt und Bremen aufeinandertreffen, die beide ihr Heil in der Offensive suchen und damit ein höheres Risiko eingehen, ein Gegentor zu kassieren. Für Mielitz bedeutet das Mehrarbeit, die der Keeper gerne verrichtet. „Dafür bin ich da“, sagt er – und er hat auch klare Vorstellungen davon, wie seine Kollegen vor ihm die Sache angehen sollen: „Wenn wir es gegen Frankfurt nicht spielerisch lösen können, dann müssen wir eben noch mehr kämpfen.“ · kni

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