Für Werder und Wolfsburg zählt im Kampf um die internationalen Plätze heute nur ein Sieg

Das Duell der Aufholjäger

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Hand oder keine Hand, Reklamation der Wolfsburger im Hinspiel nach dieser Szene die Anschließend zum 2:2 Ausgleich führte.

Werder-Bremen - Von Arne FlüggeBREMEN (Eig. Ber.) · Der Countdown läuft. Vier Spiele noch hat Werder Bremen Zeit, sich den Traum von der Champions-League-Qualifikation zu erfüllen. Heute (15.30 Uhr) steht die schwere Auswärtspartie beim VfL Wolfsburg an. Patzen verboten!

„Wir sind gut drauf und werden alles dafür tun, um unser großes Ziel zu erreichen“, verspricht Werder-Kapitän Torsten Frings.

Beim klaren 4:0 gegen Freiburg haben die Mechanismen gegriffen. Wiederholung erwünscht, wie der 33-Jährige meint: „Wir haben Selbstbewusstsein getankt und das Zeug dazu, in Wolfsburg zu gewinnen. Wenn alles passt, werden wir das auch schaffen.“

Der Mittelfeldspieler erwartet allerdings eine Partie auf des Messers Schneide, von beiden Seiten offensiv und mit viel Kampf geführt. Schließlich steht nicht nur für Werder viel auf dem Spiel. Wolfsburg, mit der Empfehlung von zuletzt sieben Siegen aus acht Spielen, liebäugelt noch mit dem sechsten Tabellenplatz – und damit verbunden der Qualifikation für die Europa League. Wolfsburg gegen Werder – das ist heute auch das Duell der Aufholjäger. „Keine Frage, das wird ein heißes Spiel“, sagt Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß: „Jetzt geht’s um die Wurst.“ Und VfL-Coach Lorenz-Günther Köstner ergänzt: „Eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass wir wieder auf Augenhöhe sind.“

Die große Frage wird sein, welche der beiden starken Offensivreihen sich heute durchsetzen kann. Als „Wolfsburger Prunkstück“ hat Werder-Trainer Thomas Schaaf die Abteilung Attacke des Gegners mit Edin Dzeko und Grafite bezeichnet. Auch Köstner hat einen Heidenrespekt vor der Bremer Angriffsqualität. „An guten Tagen kann Werder mit seinen starken Individualisten jede Mannschaft schwindelig spielen“, analysiert der Coach: „Deswegen müssen wir den Gegner zuerst bekämpfen und dann bespielen, in dieser Reihenfolge.“

Eine Marschroute, die auch Kollege Schaaf seiner Mannschaft eingebläut hat. „Wir müssen erstmal sicher stehen, die Zweikämpfe gewinnen und ein Gegentor vermeiden“, fordert Mittelfeldspieler Marko Marin, „vorne sind wir immer für ein Tor gut.“

Drei Punkte liegt Werder (51) nur noch hinter der drittplatzierten Mannschaft von Bayer Leverkusen (54) zurück, ein Zähler hinter Dortmund (52). Die Borussia empfängt an diesem Spieltag Hoffenheim, Leverkusen muss zum VfB Stuttgart. „Doch was da passiert“, sagt Frings, „darf uns erstmal gar nicht interessieren. Wir müssen uns auf Wolfsburg konzentrieren und die drei Punkte holen. Alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen.“ Die eigenen Hausaufgaben erledigen und auf Ausrutscher der Konkurrenz warten – das wird Werder in den nächsten Wochen begleiten. Der Countdown läuft.

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