Trainer Thomas Schaaf lässt offensives System intensiv üben / Allofs: „Natürlich eine Möglichkeit“

Der Dreiersturm – nur eine Alternative?

Marko Arnautovic

Bremen (mr) · Werder ist momentan so offensiv wie schon lange nicht mehr! In den Härtetests gegen Freiburg (2:1) und Santander (3:1) schickte Trainer Thomas Schaaf, zumindest jeweils eine Halbzeit lang, drei Stürmer ins Rennen. Ist das 4:3:3 nur eine Alternative zu den bewährten Ausrichtungen (4:2:3:1 und 4:4:2) – oder doch mehr?

Schaaf hat bereits erklärt, „variantenreicher“ werden zu müssen und die Spieler für diese Taktik zu haben. In den beiden Tests stürmte Hugo Almeida über links, Marko Arnautovic über rechts, Claudio Pizarro in der Mitte. Dahinter dirigierte Aaron Hunt. Natürlich wären auch die noch urlaubenden Marko Marin und Mesut Özil prädestiniert für dieses offensive System, das Schaaf momentan intensiv testet. Beim Sonntagstraining erklärte er der Elf, die später gegen Santander startete, wort- und gestenreich Lauf- und Passwege. Danach schnappte er sich Almeida, Pizarro und Arnautovic, wies die Stürmer noch detaillierter ein und ließ sie anschließend zu dritt angreifen. Am Abend sah das Zusammenspiel des Trios schon wesentlich besser aus als noch gegen Freiburg.

Claudio Pizarro

Trotzdem: Kapitän Torsten Frings glaubt nicht, „dass das ein dauerhaftes Ding wird. Es ist sicher gut, mehrere Formationen auszuprobieren, damit man im Spiel reagieren kann. Ich sehe das aber nicht als festes System.“ Das 4:3:3 sei „zu offensiv“, urteilte der 33-Jährige gestern: „Wir brauchen eine gute Defensive. Sonst haben wir eine Saison, wo wir 100 Tore schießen und 80 reinkriegen – und das ist nicht Sinn der Sache.“

Manager Klaus Allofs hielt sich beim Thema „Dreiersturm“ bedeckt, sagte lediglich: „Natürlich kann das eine Möglichkeit sein, aber es gibt noch viele andere. Ich kann mir alle Kombinationen vorstellen.“

Die Stürmer auch. Claudio Pizarro, der sich schon mehrfach zwei Spitzen gewünscht hatte, findet „drei Stürmer noch besser als zwei“. Der Peruaner ergänzte aber auch gleich: „Wichtig ist, dass wir kompakt stehen und nicht zu offen sind. Wir müssen mehrere Möglichkeiten haben, dazu sind die Testspiele da.“ Hugo Almeida ist das System relativ egal: „Die Hauptsache ist, dass ich spiele. Wenn ich bei drei Stürmern über links komme, ist das kein Problem. Ich fühle mich aber auch mit zwei Stürmern wohl.“

Hugo Almeida

Etwas skeptischer – zumindest, was die aktuelle Besetzung anbelangt – klingt Neuzugang Arnautovic. Der 21-jährige Österreicher, der das 4:3:3 aus seiner Zeit bei Twente Enschede in Holland kennt und damit „groß geworden“ ist, meinte: „Es bringt nichts, wenn nur ich das spielen kann. Claudio und Hugo sind eigentlich Stürmer für ganz vorne.“ Bisher habe das Experiment nicht so gut geklappt, urteilte Arnautovic: „Aber wir können es weiter üben.“

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