Nur noch drei Punkte bis Europa

Werder siegt sich ins Getümmel

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Kevin De Bruyne feiert mit Trainer Thomas Schaaf den 4:1-Erfolg in Stuttgart. ·

Bremen / Stuttgart - Als der nächste Sieg eingefahren und mit der Jubelkur vor den eigenen Fans die Belohnung abgeholt war, trafen sich die Spieler des SV Werder nochmal in der Platzmitte.

Sie klatschten sich ab, steckten die Köpfe zusammen und schworen sich auf die nächsten Herausforderungen ein. Nach dem 4:1 (1:0) beim VfB Stuttgart dachten sie dabei aber nicht an den nächsten Gegner SC Freiburg, sondern daran, bei den anschließenden Gesprächen mit Journalisten kühlen Kopf zu bewahren. Das Wort Europacup setzten sie dabei einfach mal auf den Index.

„Cool bleiben“, lautete die von Kevin De Bruyne verkündete Botschaft: „Wir haben jetzt zwar zweimal in Folge gewonnen, aber deshalb gucken wir nicht direkt nach Europa.“

So abwegig wie noch vor zwei Wochen ist der Gedanke an das internationale Geschäft indes nicht mehr. Auf drei Punkte hat sich der Abstand zu den Plätzen fünf und sechs reduziert – fast könnte von einer Schlagdistanz gesprochen werden. Wenn Werder nicht diese schlechte Tordifferenz (-2) hätte, wenn nicht vier andere Clubs noch zwischen dem Tabellenelften und dem internationalen Geschäft stehen würden. Aber immerhin: Werder siegt sich ins Getümmel. „Eine Menge Mannschaften haben Chancen, es wird immer enger“, meinte Kapitän Aaron Hunt.

Damit war aus seiner Sicht auch genug gesagt. Mehr Spekulationen und Träumereien erlauben sich die Bremer nicht. Hunt: „Wir müssen nicht über irgendetwas reden, wir müssen nachlegen.“

Stolze 15 Monate wurde allerdings vermutet, dass Werder die Kunst des Nachlegens gar nicht mehr beherrscht. Seit November 2011 waren keine zwei Siege in Serie mehr geglückt. Nun folgte dem 2:0 gegen Hannover das 4:1 in Stuttgart, zu dem Mehmet Ekici (34./74.), Hunt (60.) und De Bruyne (90.+2) die Tore beigesteuert hatten. Der Bann ist gebrochen, doch in Euphorie verfällt deshalb niemand bei Werder. „Zwei Siege sind doch noch keine Serie“, winkte Hunt ab.

Werder Bremen siegt in Stuttgart mit 4:1

Gleichwohl gilt: Das gute Gefühl, etwas erreichen zu können, ist zurück. „Wir sind“, stellte Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic fest, „in der richtigen Richtung unterwegs.“ · csa

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