Das Werder-Plus im Dreikampf mit Bayer und Borussia: Druck macht stark, gestählte Nerven, gute Form

Drei gute Gründe für Platz drei

Setzt auf die Formel „Druck macht stark“: Torsten Frings.

Bremen - Von Carsten Sander · Wenn am Ende der Saison die Noten für das Spieljahr 09/10 verteilt werden, wollen sich die Profis von Werder Bremen selbst eine „1“ ins Zeugnis schreiben.

Und zwar mit der Qualifikation für die Champions-League-Qualifikation. „Damit würden wir eine gute Saison in eine sehr gute verwandeln“, sagt Torsten Frings. Dritter müssen die Bremer dafür werden. Dritter sind sie seit einer Woche. Und drei Spieltage vor Saisonschluss nennen drei Werder-Stars drei Gründe, weshalb im Dreikampf mit Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund Platz drei nicht mehr hergegeben wird.

„Druck macht uns stark!“Torsten Frings

Abschlusstraining am Freitag

Auch wenn es Gegenbeispiele wie die 1:2-Niederlage vor drei Wochen beim direkten Konkurrenten aus Dortmund gibt, verkündet Kapitän Frings keck: „In der Vergangenheit haben wir immer wieder gezeigt, dass wir Druck in Stärke umwandeln können.“ Siehe das 4:2 vor einer Woche beim VfL Wolfsburg, so Frings. Der Erfolgsdruck, von dem der 33-Jährige spricht, kommt allerdings nicht nur von außen, sondern viel stärker aus den eigenen Reihen. „Ich lese in jedem Interview unserer Spieler, dass alle in die Champions League wollen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, zu zeigen, dass auch jeder das Zeug dafür hat. Wir müssen unseren Mann stehen“, appelliert Frings an die Motivation der Kollegen. Und wie zur Untermauerung des Glaubens, dass bei Werder aus Druck dank eines wundersamen Automatismus’ tatsächlich Stärke wird, macht der Mittelfeldkämpfer vor dem Heimspiel heute (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln zusätzlich Dampf: „Wir dürfen uns jetzt keine Nachlässigkeiten mehr erlauben – davon hat es schon genug gegeben.“

„Wir haben die besseren Nerven!“Naldo

Klarer Fall für Naldo: Die Bremer Nerven halten.

Als Werder 2005 am letzten Spieltag mit einem 2:1 beim 1. FC Kaiserslautern noch von Platz fünf den Sprung auf Rang drei schaffte, war Naldo noch nicht dabei. Als ein Jahr später ebenfalls mit einem 2:1 beim Hamburger SV die Vize-Meisterschaft und damit die direkte Qualifikation für die Königsklasse erobert wurde, half und feierte er mit. Naldo weiß: Es sind Spiele wie diese, die den Ruf begründen, dass Werder am Ende einer Saison immer einen Grund hat, glücklich zu sein. „Wir haben solche Dinge schon oft geschafft. Es ist eine Werder-Mentalität, in den wichtigen Spielen immer voll da zu sein.“ Auch diesmal? Klar, meint Naldo und sieht im Vergleich mit Bayer und Borussia vor allem diesen Bremer Vorteil: „Wir haben die besseren Nerven.“ Gestählt durch viele enge Situationen und Entscheidungsspiele in der jüngeren Vergangenheit. Dortmund und Leverkusen haben aus den vergangenen Jahren nur wenig bis gar nichts Vergleichbares vorzuweisen.

„Unsere Form ist die beste!“Aaron Hunt

Ein Vorteil ist die Bremer Top-Form, sagt Aaron Hunt

Der Trend spricht für Werder. Nur eine Niederlage aus den vergangenen elf Partien, zuletzt zwei Siege mit acht Toren – da ist sich Aaron Hunt sicher: „Unsere Form stimmt. Leverkusen hat dagegen einen ähnlichen Negativlauf wie wir zu Beginn der Rückrunde. Da muss die Mannschaft erstmal wieder rausfinden.“ In der Borussia sieht der Mittelfeldspieler die größere Gefahr: „Dortmundspielt insgesamt eine sehr starke Saison.“ Aber, so Hunt: „Für uns spricht, dass wir es selbst in der Hand haben. Gewinnen wir alle drei Spiele, müssen wir nicht auf die anderen gucken.“ Mesut Özil pflichtet bei: „Es liegt nur an uns.“ Speziell für die Partie heute gilt: „Wenn wir unser Potenzial abrufen, hat Köln keine Chance.“

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