Werder will heute in Fürth seine miserable Auswärtsbilanz verbessern / Sebastian Mielitz hofft auf die Null

„Drecksarbeit“ für alle in dem „brutal schweren Spiel“

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Sebastian Mielitz

Bremen - Klaus Allofs gibt klar die Richtung vor. Um dahin zu kommen, wo Werder hin will (in den internationalen Wettbewerb), „gehören auch Auswärtssiege dazu“, betont der Bremer Sportchef – und lässt damit durchklingen, was er heute Nachmittag in der Trolli-Arena in Fürth erwartet: den zweiten Saisonerfolg in der Fremde.

Doch mit den Auswärtsspielen ist das so eine Sache bei Werder. Nicht nur die Bilanz der bisherigen Spielzeit, sondern die des gesamten Jahres 2012 ist ernüchternd. In zwölf Bundesliga-Spielen gab es nur zwei Siege (im Februar beim HSV, im September in Freiburg), drei Remis – aber schon sieben Niederlagen. Weitere alarmierende Zahlen: Werder hat in dieser Saison (mit Hoffenheim und Hannover) die meisten Auswärtsniederlagen (3) kassiert und und ist immer mit einem Pausenrückstand in die Kabine getrottet.

Werder-Training vor Fürth-Spiel

„Auswärts haben wir nicht die Dominanz wie zu Hause. Da passieren einfach noch zu viele Fehler, da müssen wir wieder kaltschnäuziger werden und uns auch mal einen Vorsprung erarbeiten“, sagt Verteidiger Sebastian Prödl. In Führung ist Werder auf des Gegners Platz in dieser Saison noch nie gegangen, stattdessen klingelte es regelmäßig hinten. Dass die Null auswärts seit einer gefühlten Ewigkeit (0:0 in Kaiserslautern am 21. Januar, danach kamen noch elf Spiele) nicht mehr steht, passt Werder-Keeper Sebastian Mielitz natürlich gar nicht. Er fordert deshalb: „Um das wieder zu erreichen, muss jeder seine Aufgabe erfüllen. Das war zuletzt in Augsburg nicht immer der Fall.“ Prödl hofft deshalb, dass die Bremer aus dem 1:3 „gute Lehren gezogen haben. Denn Fürth wird brutal schwer, die kämpfen um jeden Zentimeter.“ Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic sieht es genauso und appelliert: „Alle müssen Drecksarbeit nach hinten verrichten. Wenn wir nur ein, zwei Prozent rausnehmen, wird da nichts zu holen sein.“

Kleiner Mutmacher: Werder ist in dieser Saison das einzige Team, das auswärts nach einem Rückstand noch gewonnen hat. Das war beim 2:1 in Freiburg.

Gelingt heute wieder ein Sieg, könnte sich Werder um einige Plätze verbessern. Das weiß auch Stürmer Nils Petersen: „Es geht ruckizucki – und du bist in der Tabelle in anderen Sphären. Es wäre schön, wenn wir jetzt eine Serie starten könnten.“ · mr

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