Mit Stars, mit Spaß, mit Samba, mit Schale und Pokal – der Kugelblitz kann es nicht erwarten: „Ich bin schon aufgeregt, wenn ich nur drüber rede“

Double-Team trifft Südamerika-Auswahl – so wird der Ailton-Abschied

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„Das Ailton“ – so wurde er im Dschungelcamp genannt. Am 6. September tritt Ailton im Weserstadion wieder als Fußballer auf. Ein letztes Mal. ·

Bremen - Der Ort der Zusammenkunft war witzig gewählt. In Suite 546 im Bremer Parkhotel – also dort, wo Ailton vor 16 Jahren seine ersten Wochen in Bremen verbracht hatte – startete der Brasilianer gestern seinen PR-Feldzug für sein Abschiedsspiel am 6. September im Weserstadion. „Gott sei Dank können diese Wände nicht reden“, lachte der Brasilianer: „Ich war damals jung, ich sah gut aus, war noch nicht verheiratet…“

Es muss damals wohl eine Menge los gewesen sein in Suite 546. Gestern auch. Die Hütte war voll. Zahlreiche Medienvertreter waren gekommen, um zu berichten, wie sich Ailton, der Liebling der Massen, sein offizielles Karriereende vorstellt. „Das wird eine große Party, ist doch klar. Ich bin schließlich Ailton“, flachste der 40-Jährige, der im weißen Sakko und mit grünem Ailton-Schal gekommen war.

Vom Sakko musste er während der Mediengespräche noch heimlich den Zettel der Reinigung abknibbeln, aber ansonsten war Ailton gut vorbereitet, präsentierte eine Menge hochkarätiger Namen für ein ganz besonderes Spiel: Die Bremer Double-Mannschaft von 2004 misst sich am 6. September mit einer Südamerika-Auswahl – bestehend aus ehemaligen Ailton-Kollegen und aktuellen Freunden. Es wird, so viel ist schon sicher, ein Tag mit Star-Garantie in Bremen. 30 Spieler sind pro Team eingeplant. Und Ailton ist bereits richtig zappelig: „Ich bin aufgeregt, wenn ich nur drüber rede. Mein Wunsch ist es, dass das Team von 2004 noch mal zusammen auf dem Platz steht. Mit Spaß, mit der Schale, mit dem Pokal.

Zugesagt haben aus der Double-Mannschaft schon Kapitän Frank Baumann, Fabian Ernst, Valerien Ismael, Tim Borowski, Paul Stalteri, Holger Wehlage und Marco Stier. Johan Micoud lässt zudem ausrichten, dass er den Termin erst noch freischaufeln muss.

Das Südamerika-Team wird natürlich von Claudio Pizarro angeführt. „Ihn habe ich als Allerersten angerufen, und er hat sofort gesagt, dass er zu hundert Prozent dabei ist“, berichtete Ailton. Demnach wird „PizaToni“ noch einmal Tore kredenzen im Weserstadion.

Neben Pizarro hofft Ailton auf Spieler wie Naldo und Diego. Zudem sind die Ex-Schalker Marcelo Bordon, Lincoln, Gustavo Varela und Dario Rodriguez sowie Marcelinho (ehemals Hertha BSC), Julio Cesar (Dortmund, Werder), Oscar Cordoba (Besiktas Istanbul), Kleberson (Manchester United, Besiktas Istanbul), Ratinho (1. FC Kaiserslautern) sowie Paulo Sergio (Leverkusen, Bayern), Giovane Elber (Stuttgart, Bayern) und Marcio Amoroso (Borussia Dortmund) angefragt.

Nun müssen nur noch die Zusagen eintrudeln. Obwohl auch für die Besetzung der Trainerbänke noch nichts perfekt vermeldet werden kann, geht Ailton von einem Gast ganz sicher aus. „Thomas Schaaf wird kommen. Ich habe ihn zwar noch nicht gefragt, aber er muss Ja sagen“, meinte der Bundesliga-Torschützenkönig von 2004. Die Südamerikaner sollen laut Ailton von Jupp Heynckes („Mein Trainer auf Schalke und ein feiner Mensch“) sowie Wolfgang Sidka („Mein erster Trainer in Bremen“) betreut werden. Gefragt hat er auch die beiden noch nicht, aber so ist eben Ailton: Manchmal redet er früh und macht erst später.

Für das Machen ist ohnehin hauptsächlich Christian Howaldt zuständig. Der Eventmanager hat bereits das Abschiedsspiel von Torsten Frings im September 2013 organisiert und zu einem großen Abend im Weserstadion gemacht. Die Latte liegt deshalb hoch für „Das Ailton“, wie die Partie in Anlehnung an den Auftritt im RTL-Dschungelcamp überschrieben ist. „Das Frings-Spiel werden wir kaum toppen können, das wird ein Unikat bleiben“, meinte Howaldt, „aber es wird wieder groß.“ So viel sei schon verraten: Es wird musikalisch werden im Weserstadion: „Wir produzieren ein Riesensambafest“, verspricht der Veranstalter. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Ailton und den Kollegen von 2004. Howaldt: „Wir werden die Double-Sieger speziell inszenieren. Das wird das irrsinnigste Fußball-Highlight, das das Weserstadion je erlebt hat.“

Große Töne vor einem Abend für einen großen Spieler. Tickets für den Ailton-Abschied gibt es seit gestern an allen bekannten Vorverkaufsstellen. · csa

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