Werder kämpft gegen Sampdoria ums große Geld – und das zuerst auf der Baustelle

Doppeltes Lospech, aber Schaaf will da einfach durch

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Thomas Schaaf steht mit Werder Bremen in der Champions League vor einer schweren Aufgabe.

Bad Waltersdorf · Losglück sieht wahrlich anders aus: Für die Qualifikation zur Champions League hatte sich Werder Bremen vor allem zunächst ein Auswärtsspiel gewünscht. Doch daraus wurde gestern nichts. Und dann bekam der Bundesligist in Sampdoria Genua auch noch den Gegner zugelost, der in der internen, natürlich inoffiziellen „Nur-nicht-gegen-die“-Hitliste ganz oben stand.

„Das wir zuerst zu Hause spielen, bringt uns organisatorisch extrem unter Druck. Wir werden durch den Stadionumbau sicherlich mit einigen Provisorien leben müssen“, kündigte Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry für das Hinspiel am 18. August (20.45 Uhr) bereits an. Das Rückspiel findet genau eine Woche später ebenfalls um 20.45 Uhr statt. Beide Partien zeigt SAT.1 live.

Auf der Baustelle Weserstadion muss nun vorgelegt werden, um auch beim dritten Mal die Qualifikation zu überstehen. Gegen den FC Basel und Dinamo Zagreb hatten sich die Bremer in der Vergangenheit durchgesetzt – allerdings nach hartem Kampf. „Das ist natürlich keine leichte Aufgabe. Wenn ein Team in Italien Vierter wird und noch vor Juventus Turin landet, sagt das einiges“, meinte Abwehrspieler Per Mertesacker. Etwas optimistischer klang Kapitän Torsten Frings: „Das ist ein schweres, aber ein gutes Los. Duelle zwischen deutschen und italienischen Teams sind ja fast schon Klassiker, da wissen wir gleich, wo wir stehen. Ich hoffe auf große Unterstützung im Weserstadion.“

Doch damit wird’s gar nicht so einfach. Die Heimat der lautstarken Werder-Fans ist nun einmal die Ostkurve, und die befindet sich im Umbau. Ob die Ränge dort rechtzeitig fertig werden, steht noch nicht fest. Aber es wird fast Tag und Nacht daran gearbeitet. Das größte Problem: Weil es ein internationales Spiel ist, müssen flexible Sitzschalen eingebaut werden. Noch mehr Schwierigkeiten gibt’s hinter den Kulissen. Der komplette Kabinenbereich wird gerade erneuert. Noch ist unklar, wo sich die Teams und das Schiedsrichter-Gespann umziehen können. Die Auflagen der UEFA machen die Lösung dieses Problems nicht einfacher.

Aber das darf nicht von der sportlichen Aufgabe ablenken. Werder braucht den Einzug in die Goldgrube „Königsklasse“, um diese Mannschaft weiter finanzieren zu können. Trainer Thomas Schaaf will sich freilich nicht verrückt machen lassen: „Klar, das wird keine leichte Geschichte. Aber wir müssen da jetzt durch und gehen die Aufgabe selbstbewusst an.“ Und Werder-Boss Klaus Allofs meinte: „Ich bin mir sicher, dass man auch in Genua nicht gejubelt hat.“

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