Doppelpack beim 4:2 gegen Heeslingen

Aycicek wendet die Blamage ab

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Levent Aycicek traf zur Entscheidung, als der Heeslinger SC gerade am Ausgleich geschnuppert hatte.

Heeslingen - 2500 Zuschauer hatten schon den Geruch der Blamage in der Nase. Am Ende rettete Bundesligist Werder Bremen im Testspiel beim Oberligisten Heeslinger SC gestern Abend aber einen 4:2 (2:0)-Sieg ins Ziel. Nicht immer sah das Team von Trainer Viktor Skripnik souverän aus – auch weil Werder wegen Länderspielabstellungen, Verletzungen und U23-Verpflichtungen insgesamt 15 Akteure fehlten. Nach Toren von Assani Lukimya (19.) und Fin Bartels (40.) vor der Pause sowie Levent Aycicek (50.) führten die Bremer zwar 3:0, doch nach einem Doppelschlag des Gegners (Torschützen: Marvin Schmerl/53. und Marco Sobolewski/54.) wankte Werder. Schlussmann Michael Zetterer, der erstmals das Tor der Profis hütete, musste noch drei Mal den Ausgleich verhindern. Erst in der 86. Minute machte Aycicek nach schöner Einzelleistung mit seinem zweiten Tor alles klar.

Obwohl das Ergebnis gegen den Fünftligisten eher dürftig ausfiel, war Werder-Coach Skripnik „zufrieden. Wir wollten in Bewegung bleiben, 90 Minuten Fußball spielen, das haben wir getan.“ Länderspielpause also einigermaßen sinnvoll überbrückt. Das Wochenende ist nun trainingsfrei, erst am Montag geht es für die Profis weiter.

Jesper Verlaat wird dann wieder bei der U23-Mannschaft sein. Der 19-jährige Sohn des ehemaligen Werder-Profis Frank Verlaat (2000 - 2003) debütierte gestern ebenfalls bei den Profis. Es war allerdings mehr eine Berufung, die der aktuellen Personallage geschuldet war.

Der Bremer Hauptakteur des Abends stand gestern nicht auf dem Platz, sondern saß auf der Tribüne. Philipp Bargfrede war nur einen Steinwurf vom Heeslinger Waldstadion entfernt aufgewachsen. Die gestrige Partie verpasste er wegen einer Fußprellung. „Viele Hände“ habe er schütteln müssen bei seinem „Heimspiel“. Seinem Vater Hans-Jürgen – früher Profi bei Werder und St. Pauli, heute Coach des Heeslinger SC – musste er aber nicht per Handschlag zur Überraschung gratulieren. Nach Blamage hatte es eben nur gerochen.

SV Werder: Zetterer - Pavlovic, Galvez, Vestergaard (59. Verlaat), S. Garcia (59. Guwara) - Kroos - von Haacke, Fritz (59. Eggersglüß) - Aycicek - Bartels, Lukimya (59. Güthermann).

csa

Werder Bremen gegen Heeslingen 4:2

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