Schmidt setzt Werder ein Ultimatum

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Dominik Schmidt grübelt, wie es mit ihm sportlich weitergehen soll.

Bremen - Der Urlaub naht, dementsprechend gut gelaunt sind die Werder-Profis in diesen Tagen. Nur einer nicht: Dominik Schmidt. Der 23-Jährige ist enttäuscht und genervt, dass seine Zukunft immer noch offen ist. Sein Vertrag bei Werder läuft am 30. Juni aus.

„Ich warte immer noch auf ein Angebot“, sagt Schmidt und kündigt an: „Ich habe mir eine Frist gesetzt. Wenn bis dahin nichts gekommen ist, ziehe ich die Konsequenzen. Ich habe zwei, drei Alternativen, da könnte ich sofort hin. Bundesliga, Ausland – da ist die ganze Palette dabei.“

Wann genau sein Ultimatum an Werder abläuft, will er zwar nicht verraten, doch er deutet es zumindest an: „Ich habe immer gesagt, dass ich Klarheit haben will, wenn ich in den Urlaub gehe. Freitag ist es soweit, dann werde ich mir aber in Ruhe noch einmal ein paar Gedanken machen, wie es weitergeht.“

Schmidt und Werder – diese Beziehung ist offenbar nicht die große Liebe. Es dauerte schon ungewöhnlich lange, ehe der Abwehrspieler eine Chance bei den Profis bekam. Und das auch nur, weil die Personalnot in der Defensive in dieser Saison riesengroß war. Diese Gelegenheit ließ sich Schmidt in seinem fünften Jahr bei Werder nicht entgehen, obwohl ihn Trainer Thomas Schaaf vom Innen- zum Außenverteidiger umfunktionierte.

Sportchef Klaus Allofs sprach sogar von einem neuen Vertrag, bis er die Forderungen des 23-Jährigen kannte und von dessen öffentlicher Kritik wegen zu geringer Wertschätzung las. Danach herrschte Eiszeit. Doch Schmidt ruderte zurück, entschuldigte sich. Nach einem Gespräch deutete sich eine Vertragsverlängerung an. „Ich hatte ein gutes Gefühl“, erinnert sich Schmidt. Und er hatte auch kein Problem damit, „dass erst einmal der Klassenerhalt wichtiger war. Aber der ist schon ziemlich lange geschafft. Trotzdem habe ich kein Signal von Klaus Allofs erhalten.“

Nachfragen will er auch nicht mehr: „Mein Berater und ich sind schon öfter auf Herrn Allofs zugegangen und haben E-Mails geschrieben.“ Werders Zurückhaltung verwundert, weil’s gerade in der Defensive Riesenprobleme gibt. Da nicht absehbar ist, wann die verletzten Per Mertesacker, Sebastian Prödl, Naldo und Sebastian Boenisch wieder fit sind, wurde sogar dem bereits verabschiedeten Petri Pasanen eine Vertragsverlängerung angeboten.

Schmidt dagegen nicht. Da kommt zwangsläufig der Verdacht auf, dass Werder den soliden Abwehrspieler gar nicht mehr will. Allofs reagierte gestern Abend am Rande des Verden-Spiels jedenfalls ziemlich genervt auf dieses Thema: „Sich zu beschweren, ist ja modern. Es ist alles dazu gesagt worden, die Sache wird abgearbeitet.“  kni

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