Werder gibt dem Profi Rückendeckung

Disco-Keilerei: Arnautovic als Zeuge dabei

Stress in der Disco, aber keinen Ärger mit Werder: Marko Arnautovic. ·

Bremen - Die Nachricht platzte mitten in die Pressekonferenz zur offiziellen Vorstellung von Mehmet Ekici. Der Neu-Bremer hatte gerade erst gesagt: „Ich denke, dass ich von meiner Familie sehr gut erzogen worden bin.“ Und alle nahmen es zufrieden zur Kenntnis.

Denn bei Werder ist das mit dem guten Benehmen so eine Sache – speziell bei Marko Arnautovic. Und der Österreicher, der erst vor wenigen Tagen Besserung gelobt hatte, war (natürlich) auch der Inhalt der brisanten Nachricht; „welt-online“ behauptete, dass der Werder-Profi am Wochenende in eine Disco-Keilerei verwickelt war und sogar selbst ausgeteilt hat.

Training am Dienstag

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Eigentlich ein Tiefschlag für Klaus Allofs und Thomas Schaaf, die auf dem Podium sitzend von einer Journalistin mit dem brisanten Thema konfrontiert wurden. Doch sowohl Vereinsboss als auch Trainer reagierten gefasst, denn sie waren bereits informiert – und zwar von Arnautovic höchstpersönlich. „Er ist zu mir gekommen und hat mir ganz sachlich von dem Vorfall berichtet“, erklärte Schaaf und fügte an: „Es haben sich schon einige Dinge bestätigt, die er uns gesagt hat. Es ist, glaube ich, okay, wie er sich da verhalten hat.“ Deshalb verzichtete Schaaf auch auf jede Strafe für Arnautovic.

Der Angreifer gehört weiter zum Kader und soll auch heute Abend beim Freundschaftskick in Verden zum Einsatz kommen. Trotzdem wird’s in den nächsten Tagen weitere Gespräche mit Arnautovic geben, denn natürlich schmeckt es Werder gar nicht, dass der Nationalspieler erneut für Schlagzeilen gesorgt hat.

Erst vor knapp drei Wochen hatte Arnautovic mit einem Disco-Besuch für Ärger gesorgt. Damals ging’s im „La Viva“ am Rembertiring in der Nähe das Hauptbahnhofs zwar friedlich zu, doch zwei Tage vor dem Abstiegskrimi gegen Dortmund passte das Schaaf gar nicht, er warf Arnautovic für dieses Spiel aus den Kader.

Am Samstagabend feierte der 22-Jährige erneut im „La Viva“ mit seinem Bruder Danijel und Berater Firat Aktas. Polizeisprecher Ronald Walther teilte auf Nachfrage mit: „Es gab eine Schlägerei, bei der Marko Arnautovic als Zeuge geführt wird.“ Der Werder-Profi soll demnach nicht zugeschlagen haben, das taten aber zwei andere: Arnautovic’ Bruder Danijel und ein Gast. Die beiden haben sich auch gegenseitig wegen Körperverletzung angezeigt. Dazu soll Marko Arnautovic noch als Zeuge, wie einige andere Disco-Besucher auch, vernommen werden. Ob die Staatsanwaltschaft dann überhaupt tätig wird, ist offen.

Gegenüber „bild.de“ berichtete Danijel Arnautovic, dass sein Bruder von einer Gruppe von drei Leuten bedrängt worden sei: „Gegen 2 Uhr wollten wir die Disco verlassen. Dann wurde mein Bruder angegriffen, kassierte von der Seite eine Backpfeife. Bumm, das war’s!“ Sein Bruder habe sich nicht gewehrt: „Er ist nicht der Typ, der sich prügelt, so was macht er nicht.“ · kni

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