Diego vor Werder-Spiel: Weniger magische Momente

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Drei Jahre lang war Diego bei Werder Bremen einer der ganz großen Bundesliga-Stars. Jetzt trifft der brasilianische Fußballzauberer erstmals mit dem VfL Wolfsburg auf seine alte Liebe.

Wolfsburg/Bremen - Drei Jahre lang war Diego bei Werder Bremen einer der ganz großen Bundesliga-Stars. Jetzt trifft der brasilianische Fußballzauberer nach dem missglückten Italien-Abstecher erstmals mit dem VfL Wolfsburg auf seine alte Liebe.

Die magischen Momente sind deutlich weniger geworden. Diego, der einstige Liebling der Fußballfans, ist noch nicht wieder angekommen in der Bundesliga. Der brasilianische Ballstreichler fällt seit seiner Rückkehr vom missglückten Turin-Abstecher mehr durch Ungehorsam auf. Er handelte sich bereits fünf Gelbe Karten bei zwölf Einsätzen für den VfL Wolfsburg ein und war in Handgreiflichkeiten beim Training verwickelt.

Diego trifft im Werder-Trikot gegen Wolfsburg

Diego im Spiel Wolfsburg-Werder 2009

Es ist bezeichnend, wenn der ehemalige Bremer vor dem ersten Spiel gegen seinen alten Club ankündigt:„Ich werde kämpfen.“ Diego stand drei Jahre lang vor allem für das Schöne am Fußball, für das Besondere. Hackentricks, schnelle Dribblings oder ein Tor aus mehr als 60 Metern - Diego ließ die Herzen der Fußball-Liebhaber höherschlagen, auch wenn sie keine Werder-Fans waren. Der Brasilianer beherrscht auch den sogenannten tödlichen Pass, der ein Spiel so lebendig macht.

Das war auch den Verantwortlichen von Juventus Turin aufgefallen, die Werder im vergangenen Jahr die Rekordablöse von rund 25 Millionen Euro bescherten und Diego einen Fünfjahresvertrag gaben. Doch schon nach einem Jahr kehrte der kleine Spielmacher reumütig aus der Serie A zurück. Er erlebte einen ungeahnten Karriereknick und wechselte nach Niedersachsen.

Dort kommt er über Mittelmaß selten hinaus. „Ich hatte drei wundervolle Jahre in Bremen“, sagte Diego nun vor dem ersten Spiel im VfL-Trikot gegen seinen Ex-Club:„Ich liebe Werder Bremen und werde diesen Verein immer in meinem Herzen tragen.“ Auch die Werder-Fans und die Club-Verantwortlichen mögen Diego noch immer. „Wir freuen uns, wenn er gut spielt“, sagte Werder-Coach Thomas Schaaf und fügte an:„Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite ist er am Wochenende unser Gegner. Wir wissen um seine Fähigkeiten und müssen sehen, wie wir ihn begrenzen.“

Dass Diego nicht auf dem Niveau seiner Werder-Jahre spielt, ist auch Schaaf nicht entgangen. Aber das gilt umgekehrt auch für die Bremer selber. Und für die anderen Wolfsburger auch - bei Diegos letztem Bundesligaspiel für Werder wurden sie deutscher Meister.

dpa

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