Werder holt Lukimya aus Düsseldorf – und hat jetzt fünf Innenverteidiger

„Die Vervollkommnung unserer Abwehrreihe“

Wird Bremer: Der Kongolese Assani Lukimya kommt von Fortuna Düsseldorf .

Bremen - Kurz nach dem Ende der Saison gibt Klaus Allofs in Sachen Neuzugänge so richtig Gas. Bei Stürmer Nils Petersen vom FC Bayern naht der Abschluss (siehe Extra-Artikel), bei anderen Spielern ist der Sportchef von Werder Bremen schon weiter.

Gestern tütete der 55-Jährige den Transfer von Assani Lukimya-Mulongoti vom Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ein.

Nach Angreifer Johannes Wurtz von Drittligist 1. FC Saarbrücken sowie den Torhütern Raphael Wolf (SV Kapfenberg) und Richard Strebinger (Hertha BSC) ist der 26-jährige Kongolese der vierte Neue für die kommende Saison. In der vergangenen Spielzeit bestritt Lukimya, der ablösefrei ist und einen Vertrag bis 2015 erhält, alle 34 Zweitliga-Spiele für die Fortuna von der ersten bis zur letzten Minute. Er schoss zwei Tore, bereitete zwei vor, sah „nur“ drei Gelbe Karten und zählte zu den besten Abwehrspielern der Liga.

„Werder ist ein toller Verein – ich freue mich riesig, jetzt ein Teil des Clubs zu sein. Als ich von dem Interesse hörte, war meine Entscheidung schnell gefallen“, sagte Lukimya gegenüber „werder.de“.

Die Werder-Gerüchteküche

Gerüchteküche: Welche Spieler holt Werder Bremen?

Naldo, Sokratis, Sebastian Prödl, Francois Affolter – und nun Lukimya. Der Düsseldorfer ist schon der fünfte Innenverteidiger in Bremen. Gut möglich, dass Allofs mit der Verpflichtung vorbaut, sollte noch ein Abwehrspieler gehen – etwa der immer mal wieder wechselwillige Naldo, der nach dem internationalen Geschäft lechzende Sokratis oder auch Affolter, der bis Jahresende gebunden ist und bislang nicht überzeugt hat. „Francois ist noch bei der Olympiade, da kann sich eine neue Einschätzung ergeben. Das muss man im Hinterkopf haben“, sagt Allofs. Bei Naldo und auch Sokratis sei dagegen „alles gesagt. Wir planen weiter fest mit beiden.“

Noch sind alle Innenverteidiger da – und Lukimya freut sich auf einen interessanten Fünfkampf: „Ich traue mir diesen Schritt absolut zu. Um mich weiterzuentwickeln, gehört auch ein gesunder Konkurrenzkampf dazu – und dem werde ich mich vom ersten Tag an stellen.“

Bei seinem alten Verein hat der Abwehrmann so einiges mitgemacht – nicht zuletzt das skandalöse Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC, nach dem die endgültige Entscheidung über Fortunas Aufstieg noch immer aussteht. Zuvor hatte Lukimya für Aufsehen gesorgt, als er am 20. März seinen Wechsel zu Düsseldorfs Erzrivale 1. FC Köln bekannt gab. Der Vertrag galt allerdings nur für die Erste Liga. Der FC stieg ab, der Kongolese war wieder frei – und Werder griff zu. „Er ist ein kompakter, sehr guter Zweikämpfer“, lobt Trainer Thomas Schaaf. „Wir freuen uns, dass wir Assani überzeugen konnten. Durch seine physische Stärke und seine Schnelligkeit wird er unserer Defensive weitere Stabilität verleihen – und er ist ein Typ, der sich mit seiner Spielweise Respekt verschafft“, sagt Allofs und fügt an: „Er ist eine wertvolle Vervollkommnung unserer Abwehrreihe. Da sind wir jetzt sehr gut aufgestellt.“

Jetzt kann sich der Werder-Sportchef verstärkt um die dringend notwendige Aufrüstung der Bremer Offensive (mindestens ein Mittelfeldmann und zwei Stürmer sollen kommen) kümmern. „Wir werden noch einiges machen“, meint Allofs, „aber wir haben Zeit. Ich denke, im Juli oder August wird noch eine Menge passieren.“ · mr

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