Kapitän Fritz kennt sich aus mit Abstiegskampf

„Die Köpfe gehen zu schnell runter“

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Clemens Fritz (rechts gegen Zlatko Junuzovic) will vor allem eins: „Wir müssen unsere Kiste sauber halten.“ ·

Bremen - Werder im Abstiegskampf – der eine oder andere will es noch gar nicht wahrhaben. Einige glauben sogar, dass die Medien nur Panik machen. schließlich hat Werder sieben Punkte Vorsprung auf den FC Augsburg, der den Relegationsplatz belegt.

Doch ein Blick in die Vergangenheit beweist: Auch so ein Vorsprung am 24. Spieltag ist keine Garantie für den Klassenerhalt. Der VfL Bochum kann ein Lied davon singen. In der Saison 2009/10 fühlten sich die einstmals „Unabsteigbaren“ nach 24 Spielen als Tabellen-13. mit 27 Punkten extrem sicher. Weil in den restlichen Spielen aber nur noch ein Zähler heraussprang, stieg der VfL ab.

Werder blieb dieses Szenario vor zwei Jahren erspart. Damals mussten sich die Bremer allerdings nach der Winterpause kontinuierlich mit einem möglichen Abstieg beschäftigen. Das Team von Trainer Thomas Schaaf stand zwar immer über dem Strich, rettete sich aber erst am vorletzten Spieltag mit einem 2:0-Heimsieg gegen den frisch gebackenen und noch siegestrunkenen Meister Borussia Dortmund.

„Das war keine angenehme Zeit“, erinnert sich Clemens Fritz und sieht durchaus Parallelen zur aktuellen Situation: „Schön ist das gerade nicht. Wir spüren natürlich die Unruhe im Umfeld.“ Doch damals wie heute will der 32-Jährige nicht jammern, sondern aktiv werden: „Wir müssen uns der Kritik stellen, mit ihr umgehen und eine Reaktion auf dem Platz zeigen.“ Die Mannschaft habe Qualität, so Fritz, „aber allein darauf dürfen wir uns nicht verlassen. Bei uns gehen die Köpfe zu schnell runter. Jeder ist zu sehr mit sich beschäftigt. Wir müssen uns wieder helfen. Wir müssen über Einsatz und Kampf ins Spiel finden und als erstes unsere Kiste hinten sauber halten.“

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