Blickrichtung Europa

„Die Gier ist groß“

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Nach oben soll es gehen, sagt Eljero Elia und rechnet vor, wie Werder in die Europa League kommt: „27 Punkte in der Hinrunde und 27 in der Rückrunde, dann sind wir dabei.“

Bremen - Zlatko Junuzovic hat am Sonntag Fernsehen geguckt. Es lief Fußball, was sonst? Der Werder-Profi hat sich das Spiel zwischen Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim angeschaut – praktischerweise waren es die beiden kommenden Bremer Gegner, die er auf einen Schlag präsentiert bekam.

Leverkusen gewann die Partie mit 2:1, doch Junuzuvic stand anschließend nicht mit schlotternden Knien vom Sofa auf. Vielmehr hat er festgestellt, „dass für uns gegen beide viel möglich ist“. Am besten sechs Punkte, dann wäre Werder im selbstgesteckten Fahrplan bis zur nahenden Winterpause voll im Soll.

Bilder vom Training am Montag

Werder-Training am Montag

„Es sind nur noch vier Spiele – ist doch klar, dass man da schon mal eine Rechnung aufmacht“, sagt Stürmer Nils Petersen und verrät auch, wie seine Rechnung für den Endspurt gegen Leverkusen (morgen, 20.00 Uhr/Weserstadion), bei 1899 Hoffenheim (Sonntag), bei Eintracht Frankfurt (8. Dezember) und daheim gegen den 1. FC Nürnberg (16. Dezember) aussieht. „Ein Auswärtssieg sollte schon dabei sein – und zu Hause müssen wir sowieso immer gewinnen.“

Neun Punkte also aus vier Partien – das deckt sich zu hundert Prozent mit dem, was Eljero Elia am Rechenschieber ausgetüftelt hat. Und der Niederländer hat nicht nur über den Rest der Hinrunde, sondern über das große Ganze nachgedacht. „Von Anfang an war es unser Ziel, die Qualifikation für Europa zu schaffen. Und mit dieser Mannschaft muss das auch gehen“, sagt der noch torlose Flügelspieler. Konkret hat er ermittelt: „Wenn wir 27 Punkte in der Hinrunde holen und 27 in der Rückrunde, dann sind wir in Europa dabei“, meint er und fügt voller Überzeugung an: „Das zu schaffen, ist sehr realistisch.“ Aktuell steht Werder bei 18 Zählern.

Es ist ein ambitioniertes Ziel, das sich Elia und Co. da selbst setzen. Und der Plan steht morgen auf dem Prüfstand. Wenn Werder zurück ins internationale Geschäft will, dann darf der Kontakt zu Bayer Leverkusen nicht abreißen. Aktuell hat die Werkself als Fünfter sechs Punkte Vorsprung. Auf neun würde der Bremer Rückstand im Fall einer Niederlage anwachsen, auf drei bei einem Sieg schrumpfen. „Das“, sagt deshalb TV-Gucker Junuzovic, „ist jetzt eines der direkten Duelle, das du für dich entscheiden musst, wenn du dabeibleiben willst.“

Natürlich reicht am Ende auch Platz sechs, um in die Europa League einzuziehen. Aber im Bremer Mannschaftskreis ist nach zuletzt sechs Partien mit nur einer Niederlage (drei Siege, zwei Remis) sowie drei Heimerfolgen in Serie offenbar der Anspruch erwachsen, in der „momentan stärksten Liga der Welt“ (Zitat Junuzovic) den großen Fünf der Liga dicht auf den Fersen zu bleiben. „Solange wir in Reichweite sind, ist alles gut“, meint Petersen: „Unser Traum vom europäischen Geschäft soll auch im neuen Jahr leben. Sechs Punkte sind im Moment eine Menge Holz. Aber ich sehe schon die Möglichkeit, uns an Leverkusen heranzupirschen.“

Junuzovic auch. Seine „Gier nach Europa ist groß“, sagt er, und sie will gestillt werden. Jedes Spiel ein bisschen mehr – bis es am 18. Mai hoffentlich vollbracht ist. Nach seinem sonntäglichen Fernsehprogramm glaubt er fest daran, dass morgen der nächste Schritt gemacht wird: „Leverkusen hat eine richtig gute Mannschaft. Aber spielerisch und bei den Individualisten haben wir noch einige Überraschungen mehr zu bieten. Wir müssen uns bestimmt nicht verstecken.“ · csa

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