Pizarro will Werder nicht mehr lange zappeln lassen / Allofs bietet ihm Vertragsverlängerung an

Pizarro: „Die Entscheidung fällt im März“

Ein Tor will ihm im Moment einfach nicht gelingen, dafür trifft Claudio Pizarro in Sachen Zukunft bei Werder schon bald eine Entscheidung. ·

Bremen - Okay, die Tormaschine hat gerade Produktionsprobleme: Doch welcher Werder-Fan würde sich nicht wünschen, dass Claudio Pizarro in Bremen bleibt? Noch in diesem Monat soll Klarheit herrschen, also früher als erwartet.

Und möglicherweise verzichtet der Peruaner nicht nur auf seine Option, den bis Sommer 2013 laufenden Vertrag zum Saisonende zu kündigen. Es ist sogar eine Vertragsverlängerung im Gespräch. Werder hat dem 33-Jährigen ein entsprechendes Angebot vorgelegt.

Bislang hieß es, Pizarro würde erst im April seine Pläne mitteilen. Doch gestern stellte der Peruaner klar: „Die Entscheidung fällt im März.“ Angeblich sei noch „alles offen“, aber sein verschmitztes Lächeln deutete daraufhin, dass es bei Pizarro schon eine Tendenz gibt. Der frühe Zeitpunkt der Bekanntgabe spricht durchaus für Werder. Denn mit seinem Arbeitgeber befindet sich Pizarro schon länger in regem Austausch – und die Beteiligten sind bereits einen Schritt weiter gegangen, als es der aktuelle Kontrakt eigentlich vorsieht. „Wir haben ja schon erklärt, dass wir unsere Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen, nicht nutzen werden und Claudio unbedingt über diese Saison hinaus behalten wollen. In den Gesprächen ging es aber auch um die Verlängerung seines Vertrages. Wir würden das gerne machen. Es liegt jetzt an Claudio“, erklärte gestern Clubchef Klaus Allofs.

Werder ködert Pizarro also mit einem Verbleib bis 2014 oder 2015. Genauer äußern will sich Allofs dazu nicht. Dafür räumt er mit dem Vorurteil auf, Pizarro würde nur bleiben, wenn Werder international spielt: „Die Europa League ist kein K.o.-Kriterium für Claudio. Die Entscheidung muss doch sowieso fallen, wenn wir noch gar nicht wissen, wo die Reise hingeht.“

Pizarro selbst betonte gestern allerdings, dass ihm die Europa League „sehr wichtig ist“. Doch er hat es ja selbst in der Hand bzw. auf dem Fuß, Werder dorthin zu schießen. Und er nimmt sich in die Pflicht: „Ich muss wieder treffen.“ Verrückt macht er sich allerdings nicht. „Manchmal will der Ball einfach nicht mehr rein. Das kenne ich doch schon. Da muss man Geduld haben und noch mehr arbeiten.“ · kni

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