Werder freut sich auf das Finale gegen München / Pizarro wundert sich über die Frage nach dem Sieger

„Die Bayern liegen uns besser“

Das wird ein heißer Tanz: Am 15. Mai kämpfen Torsten Frings (links) und Franck Ribery mit ihren Clubs Werder Bremen und Bayern München in Berlin um den DFB-Pokal.

Bremen - Von Björn Knips · Wer den DFB-Pokal gewinnen will, der hofft eigentlich auf ein Finale ohne Beteiligung des Rekordsiegers FC Bayern München. Doch bei Werder Bremen ist das ganz anders.

Die Hanseaten sind hoch erfreut, dass sie am 15. Mai im Berliner Olympiastadion ihren Titel nicht gegen den FC Schalke, sondern gegen die Münchner verteidigen dürfen. „Die Bayern liegen uns besser“, glaubt Marko Marin – und Claudio Pizarro kommt aus dem Schwärmen gar nicht heraus: „Das ist eine Super-Finale, ein absolutes Super-Finale.“

Schon jetzt sind die Fans elektrisiert. Die Jagd auf Tickets und Hotelzimmer in Berlin hat längst begonnen. Dieses Endspiel der beiden Pokal-Schwergewichte Werder (sechs Siege) und Bayern (14 Erfolge) ist das Nonplusultra. „Ich freue mich auf die Bayern“, verkündet auch Naldo und demonstriert zugleich Selbstbewusstsein: „In so einem Finale gibt es keinen Favoriten.“

Aber Moment mal: In der Bundesliga erteilten die Münchner den Bremern erst vor wenigen Woche eine echte Lehrstunde – und das auch noch im Weserstadion. Das Team von Trainer Louis van Gaal gewann zwar nur 3:2, war aber haushoch überlegen. Thomas Schaaf ist es schnuppe, der Werder-Coach guckt nicht zurück und versichert lieber: „Wir werden in der Lage sein, alles aus uns herauszuholen. Das wird eine interessante Partie.“

Ganz im Gegensatz zum Halbfinale am Mittwochabend auf Schalke. „Das war kein schönes Spiel“, fällt Marin ein klares Urteil und verrät zudem, „dass ich irgendwann während des Spiels nebenbei mit meinem Cousin eine Runde Billard gespielt habe. Mir war das Spiel einfach zu langweilig.“ Die entscheidende Szene zum goldenen Tor hat er aber nicht verpasst. „Das war schon eine klasse Einzelaktion von Robben“, lobt Marin. Der Bremer Dribbelkünstler ist nicht nur vom Holländer angetan, sondern auch von Franck Ribery: „Die beiden zu stoppen, das ist wirklich schwierig.“ Aber Sorgen macht sich Marin deshalb nicht: „Ich freue mich auf die Bayern, die spielen wenigstens mit. Schalke hat doch gar keinen Fußball gespielt, sondern sich fast nur hinten reingestellt. Wir werden uns sicher mehr Chancen als die Schalker erarbeiten.“

Als Vollstrecker soll Pizarro fungieren, der beim Bundesliga-Desaster gegen die Bayern verletzungsbedingt fehlte. Und für den Ex-Münchner ist eine Diskussion über den nächsten Pokalsieger überflüssig: „Wieso fragt ihr mich, wer dieses Spiel gewinnt? Das ist ja wohl klar – wir natürlich!“

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