Dutt: „Eine Risikoentscheidung“

Für Di Santo wird es ganz eng

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Wieder nur Aufbau- statt Teamtraining: Franco Di Santo übte auch gestern weiter unter der Anleitung von Fitnesscoach Reinhard Schnittker.

Bremen - Nur noch zwei Tage bis zum Spiel bei Schalke 04 – und das Comeback von Mittelstürmer Franco Di Santo ist immer noch nicht gesichert. Der Argentinier soll nach auskuriertem Muskelfaserriss das personelle Problem im Bremer Angriffszentrum lösen.

Aber gestern deutete noch nicht viel darauf hin, dass Di Santo am Samstag tatsächlich helfen kann. Zwar trainierte er, tat dies allerdings nur im kleinen Kreis mit den Rekonvaleszenten Philipp Bargfrede und Predrag Stevanovic. Beim großen Rest durfte er noch nicht dabei sein. Immerhin: Probleme hatte Di Santo keine mehr. Vielleicht steigt er deshalb heute wieder ins Mannschaftstraining ein.

Das könnte für die Partie auf Schalke gerade noch rechtzeitig sein. Trainer Robin Dutt: „Ob Franco eine Option für das Wochenende wird, kann ich erst nach zwei Mannschaftstrainings sagen – und das auch nur, wenn er selber signalisiert, dass alles okay ist. Dann kann man sich schon Gedanken machen, ob man ihn mitnimmt.“ Heute und morgen kann sich Di Santo also selbst noch ein gutes Gefühl holen – und Dutt damit gleich mit.

Seit zwei Partien improvisiert der Coach im Sturm. Weil neben Di Santo auch Nils Petersen (Innenbandanriss) verletzt ausfällt, griff der Coach einmal zur großen Offensivrotation und fiel damit in Wolfsburg böse auf die Nase (0:3). Zuletzt versuchte er es mit der Raute und zwei – O-Ton Dutt – „Pressingstürmern“ (Elia, Junuzovic). Mit Erfolg. Das 3:2 gegen Hannover nahm Druck von allen.

Dennoch: Auf Schalke will Dutt wieder mit echtem Stürmer spielen. Mit Franco Di Santo. „Er hat eine Qualität – wenn er die fit auf den Platz bringt, kann er uns schon helfen. Er ist sehr schnell, kann den Ball gut halten. Das sind zwei Komponenten, die auswärts wichtig sind“, sagt der 48-Jährige.

Das Training mit Franco Di Santo am Donnerstag

Di Santo beim Werder-Training am Donnerstag mit dabei

Allerdings ist die körperliche Fitness nur eines von zwei Problemen bei Di Santo. Das andere: Seine lange Pause. Vor dem Muskelfaserriss war er drei Spiele gesperrt, ist somit schon seit acht Wochen ohne Matchpraxis. „Es wird“, meint Dutt deshalb, „eine Risikoentscheidung. Entweder du musst dich hinterher dafür verantworten oder loben lassen.“ csa

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