DFL-Geschäftsführer sieht „Blankovollmacht“

Seifert: Bremen will mit Randale Geld verdienen

Bremen/Frankfurt - Mit heftiger Kritik am Bremer Senat hat sich Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) gegen Forderungen gewehrt, die Vereine sollten sich an den Kosten für Polizeieinsätze beteiligen. „Der Bremer Vorschlag setzt nicht dabei an, die Krawalle abzuschaffen, sondern mit ihnen Geld zu verdienen“, sagte der DFL-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Die Art und Weise, wie in Bremen teilweise argumentiert wird, ist zutiefst unaufrichtig. Wir glauben, dass mit diesem Ansatz eine Blankovollmacht zur Sanierung des Bremer Haushalts auf Kosten der Bundesliga und anderer ausgestellt wird“, so Seifert weiter. Der Bremer Senat hatte zuletzt beschlossen, dass die Liga künftig einen Teil der Kosten bei sogenannten Risikospielen von Werder Bremen übernehmen soll. Polizeieinsätze zu reduzieren, wie es ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen vorsehe, sei der richtige Weg - nicht, sie den Clubs in Rechnung zu stellen, erklärte Seifert. Er warf den Bremer Politikern zudem „Bierzelt-Populismus“ vor.

Ähnlich scharfe Töne hatte Liga-Präsident Reinhard Rauball im „Focus“ angeschlagen. „Notfalls gehen wir bis vor das Bundesverfassungsgericht“, kündigte der Jurist für den Fall an, dass die DFL zur Zahlung der anvisierten 300000 Euro pro Risikospiel aufgefordert würde.

sid

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