3:2-Sieg nach Verlängerung gegen FV Illertissen

Mit Hängen und Würgen - Werder meistert Auftakthürde im DFB-Pokal

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Jubelnde Werder-Profis: Knapper Sieg bei Illertissen

Ulm – Von Michael Baltes. Werder Bremen hat sich gegen den FV Illertissen nach hartem Kampf durchgesetzt und ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Grün-Weißen erwischten einen perfekten Start, taten sich danach aber lange schwer gegen den Viertligisten. Erst die Verlängerung brachte die Entscheidung.

Werder kann also doch noch DFB-Pokal: Nachdem in den vergangenen drei Jahren jeweils in der ersten Runde Schluss war (Heidenheim, Münster Saarbrücken), haben die Grün-Weißen diesmal den Einzug in die zweite Runde geschafft. Beim Viertligisten FV Illertissen setzte sich das Team von Trainer Robin Dutt nach Verlängerung 3:2 (1:1) durch. Die Treffer für die Bremer erzielten Izet Hajrovic (3. Minute / Handelfmeter), Assani Lukimya (93.) und Davie Selke (99.) Für Illertissen trafen Moritz Nebel (25.) und Marc Hämmerle (102.).

Bereits unter der Woche hatte Thomas Eichin die Marschroute für die Partie in Ulm klar und deutlich ausgegeben. „Müssen weiterkommen, basta“, so Werders Sportchef. Entsprechend engagiert trat die Dutt-Elf beim Außenseiter aus Illertissen in den ersten Minuten auf. Und das, obwohl das Team mit großen Sorgen zum Pokal-Spiel gereist war. Mit Di Santo (Knieprobleme), Sebastian Prödl ( Muskelfaserriss), Theodor Gebre Selassie (Knochenödem im Oberschenkel) und Ludovic Obraniak (Adduktorenprobleme) musste Dutt auf mehrere Leistungsträger verzichten. Dafür standen mit Fin Bartels, Alejandro Galvez und Hajrovic drei Neuzugänge in der Startelf. Hajrovic sorgte auch gleich für das erste Ausrufezeichen der Partie: In der 3. Minute brachte der Offensivspieler einen Freistoß mit Schnitt vor das Tor der Gastgeber, Illertissens Schaller sprang der Ball beim Abwehrversuch unglücklich an die Hand – Elfmeter für Werder. Hajrovic ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete sicher zur frühen Führung für die Grün-Weißen.

Mit dem 1:0 im Rücken bestimmte das Dutt-Team die Partie, ließ es dabei aber etwas ruhiger angehen – ein Fehler. Illertissen konnte sich zunächst zwar nicht entscheidend in Szene setzen, nach knapp einer halben Stunde war der Ball trotzdem im Netz der Bremer. Hämmerle verlängerte einen Freistoß von der linken Seite auf Nebel, der aus kurzer Distanz SVW-Keeper Raphael Wolf keine Chance ließ (25.). Auf der Gegenseite vergab Cedric Makiadi die Möglichkeit zur erneuten Führung. Nach einem Gestocher im Strafraum des Viertligisten scheiterte der 30-Jährige frei vor FVI-Torhüter Rösch (28.). Von einem Klassenunterschied war in der Folge nicht mehr viel zu sehen. Illertissen verteidigte geschickt, und hatte durch Ulrich Klar selbst die Chance zum 2:1. Der Kopfball des Innenverteidigers landete aber genau in den Armen von Wolf (39.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhte Werder den Druck, blieb im Abschluss aber glücklos.

Lukimya und Selke treffen in der Verlängerung

Nach dem Seitenwechsel war es erneut Hajrovic, der die erste Gelegenheit hatte. Sein Freistoß von der rechten Außenbahn touchierte die Latte, Rösch wäre aber auch zur Stelle gewesen (49.). Viel mehr brachten die Gäste zunächst nicht zustande. Die Bremer wirkten verunsichert. Besonders in der Offensive fehlte es Kreativität und Durchschlagskraft. Illertissen machte es dagegen weiter geschickt. Aus einer kompakten Defensive heraus lauerte der Viertligist auf Konter – und kam so zu Chancen. Nach einem Befreiungsschlag von Rösch verzog Spann im Werder-Strafraum aus guter Position (64.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte Hämmerle dann die Sensation auf dem Fuß. Weil Lukimya nach einer Bogenlampe im Strafraum nicht zum Ball ging, kam der Mittelfeldspieler wenige Meter vor dem Bremer Tor an den Ball, vergab aber kläglich (88.).

In der Verlängerung erwischte Bremen einen perfekten Start. Nach einer Hereingabe von Junuzovic war Lukimya per Kopf zur Stelle und erzielte das 2:1 für den Favoriten. Sechs Minuten später legte Selke nach Vorarbeit von Felix Kroos per Hacke das 3:1 nach - die Partie schien entschieden. Doch Illertissen gab sich noch nicht auf. Hämmerle gelang in der 102 Minute der Anschlusstreffer - zu mehr reichte es für den Viertligisten aber nicht. Werder Bremen rettete den Vorsprung über die Zeit und ist damit diesmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Hajrovic, Lukimya und Selke schießen Werder in die nächste Runde

FV Illertissen - Werder Bremen 2:3 (1:1, 1:1) 
0:1 Hajrovic (4./Handelfmeter)
1:1 Nebel (24.)
1:2 Lukimya (93.)
1:3 Selke (99.)
2:3 Hämmerle (102.)
FV Illertissen: Rösch - Enderle, Passer, Klar, Heikenwälder (112. Böck) - Kling (101. Löw), Nebel, Hahn - Schaller (85. Morina), Hämmerle - Spann
Werder Bremen: Wolf - Fritz, Lukimya, Caldirola, Garcia - Galvez (99. Kroos) - Bartels (46. Selke), Makiadi (60. Busch) - Junuzovic - Elia, Hajrovic 
Gelbe Karten: Passer, Enderle, Hämmerle, Spann / Bartels, Junuzovic, Fritz
Zuschauer: 10.205

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