Dementi von ZechGroup und Cordes & Graefe

Geballte Hilfe? Ein Trio sagt Nein

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Klaus-Dieter Fischer

Bremen - Ein Pro-Werder-Bündnis in der Bremer Geschäftswelt, das gleichzeitig eine Anti-Lemke-Kampagne ist? Laut Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry ist das nur eine Erfindung (siehe Aufmacher).

Klaus-Dieter Fischer, ebenfalls in der Werder-Führungsetage, hat dagegen offen über ihm bekannte, aber namentlich nicht genannte Unternehmen gesprochen und deren Vorgehensweise getadelt. „Ich halte es für den falschen Weg, so zu agieren“, hatte er im Interview mit dieser Zeitung gesagt. Und: „Mein Appell an die Unternehmer, die solche Erklärungen abgegeben haben: Unterstützt Werder ohne persönliche Resentiments.“

An die Adresse der Bremer Unternehmen ZechGroup, Cordes & Graefe sowie die in Hannover ansässige Firma EinzA richtet sich dieser Aufruf wohl nicht. Alle drei dementieren, bei Werder Bremen als strategischer Partner, Investor oder Sponsor einsteigen zu wollen.

„Weder die ZechGroup noch eines ihrer Tochterunternehmen denkt über ein Engagement jeglicher Art bei Werder Bremen nach“, erklärte Holger Römer, Sprecher der ZechGroup, gestern auf Anfrage. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass nach der Berichterstattung über die angebliche Lemke-Klausel alle ausgearbeiteten Pläne schnell über den Haufen geworfen wurden. Deshalb die Nachfrage bei der ZechGroup: Gab es jemals Gedanken, beim SV Werder zu investieren. Antwort Römer: „Wir werden uns nicht weiter äußern.“

Bei Cordes & Graefe zeigte man sich „ziemlich überrascht“, als möglicher Investor bei Werder genannt zu werden. „Das entbehrt jeglicher Grundlage. Es bestehen keine Überlegungen, sich bei Werder Bremen zu engagieren“, sagte Unternehmenssprecher Oliver Brandt.

Kai Winkelvoss, einer von fünf Geschäftsführern bei EinzA, dementierte ebenfalls, in Gesprächen mit Werder Bremen zu stehen: „Das ist eine Fata Morgana. Es besteht absolut kein Interesse an irgendwelchen Ausgaben im Bereich Fußball“, erklärte er für sein Unternehmen. Das ist über Birger Winkelvoss, einen weiteren Geschäftsführer und regelmäßigen Gast im Weserstadon, lose mit den Grün-Weißen verbunden. Wie Werder-Chef Klaus Filbry wird Birger Winkelvoss auf der Homepage des Bremer Wirtschafts- und Gesellschaftsclubs „Havanna Lounge“ als Mitglied ausgewiesen.

csa

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