Davie Selke ist stolz auf seine Quote

Im Haifischbecken akklimatisiert

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Daumen hoch für Davie Selke: Es läuft gut für den 20 Jahre alten Stürmer.

Bremen - In Davie Selkes Ohren blitzen die Brillies. Unübersehbar, denn die Haare über den Ohren sind wegrasiert. Einigermaßen originell sieht das aus, stylish fast schon. Davie Selke fällt auf. Und das nicht nur in Zivilkleidung, sondern auch auf der Bundesliga-Bühne, auf der Ohrringe keine Rolle spielen. Sondern Tore und Torvorbereitung. Von beidem hat der junge Stürmer in seiner ersten richtigen Saison im Fußball-Oberhaus schon reichlich zu bieten. Und ist „darauf schon stolz“, sagt er.

„5 und 4" lautet seine Quote – fünf erzielte Tore und vier weitere, zu denen er die Vorlage lieferte. Wirklich nicht schlecht für einen, der vor einem Monat gerade mal 20 Jahre alt geworden ist. In seiner Altersklasse ist der Stürmer momentan eine Ausnahmeerscheinung in der Liga. „Wenn da ein Tor nach dem anderen fällt, muss ich mich manchmal schon noch zwicken“, gibt Selke zu: „Es ist für mich selber überraschend, dass ich so schnell angekommen bin in der Bundesliga.“ Geschäftsführer Thomas Eichin sagt, dass Davie Selke „aus unserem Team nicht mehr wegzudenken ist“. Geht‘s noch besser?

Fakt ist: Die Entwicklung des U19-Europameisters hat sehr viel mit Viktor Skripnik zu tun. Bevor er Cheftrainer der Profis wurde, hatte Davie Selke in acht Saison-Einsätzen (vier von Anfang an) einmal getroffen. Unter dem Ukrainer folgten in zehn Spielen (acht in der Startelf) vier Tore und vier Assists. „Auf jeden Fall“ sei er deshalb stolz auf sich selbst, erklärt das Riesentalent. „Das ist weit mehr als das, was ich mir erträumt hatte. Ich habe mich auf das schnellere Spiel, auf die Medien, auf die Stimmung im Stadion eingestellt“, sagt er und fügt zufrieden an: „Ich habe mich im Haifischbecken akklimatisiert.“

Warum? Weil er selbst scharfe Zähne hat, sich auf dem Platz nichts gefallen lässt, nicht lieb ist, sondern bissig. Das ist nichts, was er lernen musste, es gehört zu ihm. Allerdings musste Skripnik ihm beibringen, dass es einen Unterschied zwischen U23 und Profi-Team gibt. Und der Unterschied ist der Alltag, das Training, in dem immer alles gefordert ist. Selke: „Der Trainer hat gesagt, dass es zu wenig war, was ich zunächst im Training gezeigt hatte. Das habe ich dann geändert, seitdem läuft es auch wieder.“

Davie Selke ist auf dem besten Weg, mit Franco Di Santo zu einem der gefährlichsten Sturm-Duos der Liga zu werden. Auf 15 Tore kommen sie schon in der Summe. Und nach oben ist alles offen. Selke will sich dabei an Di Santo orientieren: „Franco ist ein Stürmer, von dem ich mir sehr viel abgucken kann. Er ist abgezockt, schießt wichtige Tore. Ich versuche, so zu werden wie er.“

csa

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