Werder empfängt heute Stuttgart – und ist vorsichtig

„Das wird ein geiles Spiel“

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Kehrt heute in die Bremer Startelf zurück und rechnet mit einem flotten Duell gegen den VfB Stuttgart: Werders Innenverteidiger Sebastian Prödl.

Bremen (mr). Bruno Labbadia reiht sich ein in die Schlange der Schulterklopfer. Werder habe „junge Spieler mit viel Potenzial“ geholt und bisher in dieser Bundesliga-Saison „sehr ordentlich“ gespielt, urteilt der frühere Bremer Stürmer und jetzige Trainer des VfB Stuttgart. Aber Lob allein für couragierte Auftritte wie in Dortmund (1:2) oder Hannover (2:3) reicht Werder jetzt nicht mehr.

 Gegen die Schwaben muss heute Abend (17.30 Uhr) im vierten Spiel der zweite Sieg her, um erstens an den oberen Plätzen dranzubleiben, zweitens den Druck nicht schon zu Beginn der Serie zu groß werden zu lassen und drittens die gute Stimmung aufrecht zu erhalten.

„Wir freuen uns auf die Partie, wollen wieder mit Leidenschaft dabei sein“, sagt Werder-Trainer Thomas Schaaf. Innenverteidiger Sebastian Prödl, der nach überwundenen Oberschenkelproblemen in die Anfangsformation zurückkehrt, glaubt, dass es im noch nicht ausverkauften Weserstadion ordentlich rund geht: „Das wird ein geiles Spiel.“

Obwohl für die Bremer in drei Begegnungen erst drei Punkte (gegen den Nordrivalen HSV) herausgesprungen sind, hat das Selbstvertrauen nicht gelitten. „Wir wissen, dass wir die Qualität haben, um viele Mannschaften in der Bundesliga zu besiegen“, urteilt Stürmer Nils Petersen, schiebt aber gleich hinterher: „Dafür müssen wir jede Woche 100 Prozent abrufen, auch gegen Stuttgart.“

Der Gegner von heute Abend hat bisher noch nicht in die Spur gefunden. Erst ein Punkt in der Liga, erst ein Tor, aber dafür schon sieben Gegentreffer. Dazu die Rotsperre von Torjäger Vedad Ibisivec (für den wohl Cacau stürmt) und die lauten Klagen von Verteidiger Georg Niedermeier über seine Rolle als Bankdrücker, die ihm heute erneut droht. Denn Kapitän Serdar Tasci ist nach Oberschenkelproblemen wieder im Training und wirdins Abwehrzentrum rücken.

Dass beim VfB nach dem Fehlstart und den „Nebengeräuschen“ schon Feuer unterm Dach ist, registrieren die Bremer mit Vorsicht. „Es wird nicht einfach, weil die Stuttgarter mit dem Rücken zur Wand stehen“, meint Aaron Hunt. „Es hat doch keiner damit gerechnet, dass sie so einen Start hinlegen. Sie sind gefährlich, weil unberechenbar“, sagt Prödl. Und Petersen vergleicht die Schwaben mit einem „angeschlagenen Boxer“. Aber den wollen die Bremer heute auf die Bretter schicken.

Der Werder-Kader gegen Stuttgart: Mielitz, Wolf - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Lukimya, Fritz, Ignjovski, Schmitz, Junuzovic, Bargfrede, Hunt, De Bruyne, Arnautovic, Elia, Petersen, Füllkrug, Akpala.

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