Werder geht mit Rückenwind in den Keller-Krimi:

„Das Spiel der Saison“

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Applaus trifft auf Applaus: Die Werder-Profis bedanken sich nach dem Training für die Unterstützung der Fans, die schon während der Abschlusseinheit viel geklatscht hatten. ·

Bremen - Die ganze Szenerie rund ums Weserstadion war gestern Nachmittag schon ein bisschen bizarr. Werder Bremen steckt mitten im Abstiegskampf und wird beim Abschlusstraining von rund 400 Fans beklatscht und angefeuert. Das zeigt deutlich: Die grün-weiße Anhängerschaft tut alles, um dem kriselnden Tabellen-14. vor dem Keller-Krimi heute (15.30 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim gehörigen Rückenwind zu verpassen.

Und es scheint zu wirken. „Riesenrespekt! Solche tollen Momente braucht man mal im Fußballerleben. Das tut richtig gut. Man fährt jetzt mit einem noch besseren Gefühl ins Hotel“, sagte Stürmer Nils Petersen nach der Einheit sichtlich beeindruckt.

Dass die Fans heute im rappelvollen Weserstadion eine Gegenleistung – möglichst in Form von drei Punkten – sehen wollen, ist den Profis klar. „Wir wissen, dass es das wichtigste Spiel der Saison ist und wir in der Bringschuld sind. Nach zehn Spielen dürfen die Fans auch mal wieder einen Sieg erwarten“, meinte Petersen: „Sie machen uns positiven Druck, das ist gut.“

Sorgen, unter der großen Last zusammen zu brechen, lassen sich die Bremer kaum anmerken. „Wir dürfen nicht verkrampfen, es muss auch eine gewisse Lockerkeit da sein“, sagte Trainer Thomas Schaaf zwar, schob aber gleich hinterher: „Diese Lockerheit ist da.“

Abschlusstraining vor 400 Zuschauern

Werder-Training vor fast 400 Zuschauern

Werder ist bemüht, die Gefahren, die dieser Spieltag birgt, beiseite zu drängen. Dass der Tabellenvorletzte Hoffenheim bei einer Bremer Heimniederlage bis auf zwei Punkte dran wäre und man immer tiefer in den Abstiegsstrudel (vielleicht sogar auf den Relegationsplatz) gerissen würde, weiß jeder. Aber so weit soll es nicht kommen. Statt in negative Gedanken zu verfallen, setzen die Bremer auf Optimismus und glauben an die Chance, einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf landen zu können. „Es ist eine spezielle Situation, aber wir wollen mit Freude ins Spiel gehen“, betonte Keeper Sebastian Mielitz und ergänzte: „Wir wollen in der Bundesliga bleiben.“

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