„Das Projekt Werder hat mich überzeugt“

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Mal mit links, mal mit rechts: Werder-Neuzugang Franco Di Santo feuerte gestern nach dem Training noch einige Torschüsse ab. Eventuell steht er morgen schon im Kader. ·

Bremen - Dieser Mann ist richtig heiß! Nach seinem ersten Training, als die meisten Kollegen längst in der Kabine waren, ballerte Werder-Neuzugang Franco Di Santo gestern Nachmittag noch minutenlang aufs Tor – als würde er sich schon mal warmschießen für das Heimspiel morgen (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg.

Fraglich aber, ob der 24-jährige Argentinier, der ablösefrei von Wigan Athletic kam, schon im Kader ist. Die Spielberechtigung für den 1,93 Meter-Stürmer, der eher drahtig als bullig ist, wird vorliegen – doch Trainer Robin Dutt will noch die heutigen Trainingseindrücke des Neuen abwarten. Vor und nach seiner ersten Einheit in Bremen sprach Di Santo gestern über . . .

die ersten Werder-Eindrücke

(nach dem Trainingsdebüt) „Es hat Spaß gemacht. Alle sind nett zu mir. Die Mannschaft ist eine Einheit – und das ist das Wichtigste.“

seinen Wechsel

„Ich bin sehr froh und stolz, hier zu sein. Werder Bremen ist ein großer Verein mit einer großen Geschichte. Jeder in der ganzen Welt kennt Werder. Das Projekt Werder hat mich einfach überzeugt.“

seine Position

„Ich bin flexibel, kann vorne in der Mitte spielen, aber auch auf den Außenspositionen. Bei meinen bisherigen Vereinen habe ich dort schon überall gespielt und mich immer wohlgefühlt.“

die Warterei

„Es war eine seltsame Situation, nach der Saison frei und ohne Vertrag zu sein. Aber es war eben meine Entscheidung, in Wigan nicht zu verlängern.“

seine Fitness

„Ich habe mich mit einem Privattrainer fit gehalten, wir haben auch Übungen mit dem Ball gemacht. Es geht mir gut – weil ich aber nicht so trainiert habe wie die anderen, brauche ich noch etwas Zeit. Ob es schon für Samstag reicht, müssen Sie den Trainer fragen.“

die Nationalmannschaft

„Die WM 2014 ist auf jeden Fall ein großes Ziel, aber Argentinien hat ein richtig starkes Team, sehr gute Spieler. Ich will hier viel Spielpraxis sammeln, damit ich auf den WM-Zug aufspringen kann.“

seine Ziele

„Ich versuche, mit Werder Schritt für Schritt nach vorne zu kommen. Trotz meiner Größe ist es immer mein persönliches Ziel, technisch anspruchsvollen Fußball zu spielen.“

seine Hobbys

„Ich spiele gerne Padel-Tennis, das ist eine Art Tennis – und Basketball. Ich mache gerne viel Sport.“

Lionel Messi

„Es ist großartig, mit ihm zusammenzuspielen. Nicht nur für Argentinier, sondern für jeden Fußballer. Ich hoffe, dass ich bald wieder die Möglichkeit habe.“

Deutschland

„Ich bin noch nie hier gewesen. Das einzige, wovor ich ein bisschen Angst habe, ist die Sprache. Ich möchte schnell Deutsch lernen, das ist wichtig für mich und die Mannschaft. Es ist schön, eine neue Kultur kennenzulernen und mich weiterentwickeln zu können.“

Claudio Pizarro

(Werders Ex-Torjäger kennt er aus seiner Zeit beim FC Chelsea): „Ein toller Spieler und angenehmer Zeitgenosse. Er hat mir erzählt, dass Werder ein großer Verein ist, in dem man sich wohlfühlen kann.“

die Nummer neun

„Schön, dass sie frei war. Ich hatte immer die ,9‘. In Argentinien ist diese Nummer sehr viel wert – und jeder stolz, wenn er sie tragen darf.“

sein Vorbild

„Hernan Crespo ist mein Idol! Sein Spiel hat mich immer inspiriert. Er ist der Inbegriff eines Neuners und ein großer Held in meiner Heimat.“ · mr/kni

Das Werder-Training am Donnerstag

Franco di Santo am Donnerstag vorgestellt

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