„Das ist mein Naturell“

Der bescheidene Fin Bartels

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Fin Bartels

Bremen - Er hat bereits stolze 50 Bundesliga-Spiele auf seinem Konto, und ein paar graue Haare haben sich auf dem Haupt des 27-Jährigen auch schon durchgekämpft – doch bei seinem ersten Auftritt als Werder-Profi gab sich Fin Bartels gestern so bescheiden wie ein Nachwuchsspieler aus der Dritten Liga. „Ich muss mich hier erst einmal zurechtfinden“, wich er den Fragen nach seinen Zielen lieber aus.

Warum nur so bescheiden? „Das ist mein Naturell“, antwortete der ablösefreie Neuzugang vom FC St. Pauli: „Außerhalb des Platzes bin ich ruhig und besonnen. Ich will mir erst einmal alles anschauen. Ich bin der Neuling hier, die anderen sind eben schon länger da.“ Auf dem Platz soll es allerdings mit der Zurückhaltung vorbei sein: „Da werde ich versuchen, Vollgas zu geben und zu zeigen, was ich kann und dass ich durchaus mitspielen kann.“

Als Referenz bringt er nicht nur 50 Bundesliga-Spiele und sechs Tore für Hansa Rostock (Saison 2007/08) und den FC St. Pauli (2010/11) mit, sondern auch eine gute letzte Saison am Hamburger Millerntor. 27 Spiele, sieben Tore, fünf Assists – der Offensivspezialist war maßgeblich daran beteiligt, dass der FC St. Pauli lange von der Rückkehr ins Fußball-Oberhaus träumen durfte. Dabei ist auch seine Flexibilität beeindruckend. „Ich habe auf vier Positionen gespielt“, erinnerte er sich. Bescheiden, wie Bartels aber nun einmal ist, will er vor seinem Start in Bremen keine Lieblingsposition benennen: „Wie sagt man so schön: Da, wo ich gebraucht werde, da werde ich alles geben.“

Schon Anfang des Jahres hatte sich Bartels für Werder entschieden. „Robin Dutt und Thomas Eichin waren wirklich früh dran und sehr energisch“, berichtete der 27-Jährige – und geriet geradezu ins Schwärmen: „Werder Bremen ist gerade für mich als Nordlicht ein Topclub, den man immer mit Bewunderung bestaunt hat – gerade bei den Europapokal-Abenden. Es war auch beeindruckend, was für eine Einheit die Fans und die Mannschaft zuletzt waren – trotz einer mäßigen Saison.“ Auch das hat es ihm etwas leichter gemacht, St. Pauli zu verlassen und noch einmal etwas Neues zu wagen. Er freut sich darauf, er weiß aber auch, was auf ihn zukommt: „Das ist schon ein Sprung. In der Bundesliga ist alles schneller, jeder Fehler wird noch mehr bestraft.“

Dabei wird er nicht nur als Neuzugang besonders beäugt, auch seine Rückennummer ist ein Hingucker: die 22. Bartels wollte sie haben, „weil damit die letzten vier Jahre bei St. Pauli ganz gut gelaufen sind“. Natürlich weiß er auch, wem die Nummer mal bei Werder gehört hat: „Torsten Frings – ein guter Mann.“ Bartels lächelt ein bisschen gequält. In einem Atemzug mit dem Ex-Nationalspieler genannt zu werden, scheint ihm doch etwas unangenehm zu sein.

kni

Trainingsauftakt bei Werder Bremen

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