Allofs will wieder zu Topteams zählen

„Das ist kein Neubeginn“

Bremen - Mit dem Saisonziel hat Klaus Allofs immer noch so seine Probleme. Dabei steht morgen das erste Pflichtspiel an, und die Bundesliga startet nur eine Woche später. Der Werder-Boss will sich aber nicht festlegen, wohin die Reise in dieser Saison gehen soll.

„Es gibt zu viele Fragezeichen, zu viele Spieler fehlen uns noch“, sagt Allofs und fügt nur ganz vorsichtig an: „Wir wollen schon gerne in der oberen Tabellenhälfte dabei sein.“

Der Sturz auf Platz 13 in der Vorsaison hat Spuren hinterlassen. Allofs selbst kündigte einen Umbruch an. Nun sagt er: „Es ist kein Neubeginn. Den brauchen wir auch nicht. Wir müssen keinen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen. Denn die Entwicklung von Werder in den letzten Jahren ist insgesamt positiv.“ Der Clubchef scheint zunehmend genervt, dass in Bremen vieles zu schlecht geredet, Werder teilweise sogar als Absteiger gehandelt wird. Allofs fordert eine realistische Einschätzung. Die sei aber erst in einigen Wochen möglich, „wenn uns hoffentlich der komplette Kader zur Verfügung steht“.

Allofs wünscht sich einfach mehr Geduld im Umfeld. Die Fans müssten sich auch keine Sorgen machen, die Ausrichtung von Werder bleibe bestehen: „Wir wollen uns unter den Topmannschaften in Deutschland etablieren, so wie uns das in den vergangenen Jahren gelungen ist. Ob das nach einer schlechten Saison schon in diesem Jahr wieder funktioniert, kann ich aber nicht sagen.“

Der Club würde jedenfalls alles dafür tun, das Verhältnis zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung sei absolut intakt. „Es gab keine Querelen“, beteuert Allofs: „Es gab nur unterschiedliche Auffassungen. Das Besondere war lediglich, dass das diesmal öffentlich geschehen ist, so wie es bei anderen Clubs viel häufiger der Fall ist.“ Allofs setzt weiter auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Kontrollgremium. Das sollte er auch, denn weitere Transfers muss er sich künftig ebenso absegnen lassen. „Wenn wir glauben, etwas machen zu müssen, werden wir in die Diskussion einsteigen und entscheiden, ob es geht oder nicht“, beschreibt der Ex-Profi das Procedere. In der Personalie Aleksandar Ignjovski gibt es noch kein Ergebnis, die Verpflichtung des Serben lässt auf sich warten. · kni/ck

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