Thy: „Das ist ein gutes Omen“

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Lennart Thy will sich nicht unterkriegen lassen. n

Bremen - Bei Pleiten, Pech und Pannen ist ihm ein Platz sicher: Werder-Profi Lennart Thy war mit seinem Fehlschuss aus vier Metern über das leere Tor der Unglücksrabe des vergangenen Bundesliga-Spieltages. Doch der 19-Jährige gab sich gestern nach seinem Kunststück von Leverkusen ganz entspannt, die Vergangenheit hat im Mut gemacht.

Herr Thy, wie haben Sie geschlafen?

Lennart Thy:Ganz ruhig, alles war gut.

Ist Ihnen Ihr Fehlschuss nicht mehr vors Auge gekommen?

Thy:Doch schon, das ist ja noch ganz frisch. Aber man darf sich dadurch nicht verrückt machen lassen.

Haben Sie sich die Szene schon im Fernsehen angeschaut?

Thy:Nein, das muss ich auch nicht. Ich weiß ja, was passiert ist. Aber ich wehre mich auch nicht dagegen, irgendwann kann ich es sowieso nicht verhindern.

Wie haben Ihre Mitspieler reagiert, gab‘s viel Trost?

Thy:Der eine oder andere hat schon was Angenehmes gesagt. Aber es muss ja auch nicht alle fünf Minuten jemand bei mir vorbeischauen. Es wissen doch alle, dass man nach so einer Geschichte auch mal seine Ruhe braucht.

Haben Sie nun Sorge, aus der Startelf zu fliegen?

Thy:Natürlich hat man gerade als junger Spieler solche Gedanken. Das war die große Chance für mich. Aber was passiert ist, kann man nicht mehr ändern. Große Stars haben das auch schon erlebt und danach auch wieder gespielt.

Ist Ihnen so etwas schon mal passiert?

Thy:Leider ja, aber das ist eigentlich auch ein gutes Omen. In meinem ersten U 17-Länderspiel gab‘s bei einem Vier-Nationen-Turnier gegen Italien eine ähnliche Szene. Da ist mir der Ball gegen das Schienbein geprallt und dann gegen den Pfosten. An dem Abend war wirklich tote Katze. Aber Trainer Marco Pezzaiuoli hat mich danach trotzdem gegen Spanien von Beginn an gebracht, und ich habe getroffen.

Also klappt es am Samstag gegen Freiburg mit dem ersten Bundesliga-Treffer?

Thy:Wer weiß. Ich muss jetzt im Training wieder alles geben. Ich darf mich nicht unterkriegen lassen. Das wäre der falsche Weg. Ich muss selbstbewusst bleiben. · kni

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