Werder-Neuzugang Francois Affolter bedankt sich für eine besondere SMS

„Das war ein guter Tipp von Ottmar Hitzfeld“

Schon gestern für Werder auf dem Platz: Am Nachmittag absolvierte Francois Affolter seine erste Einheit. ·

Bremen - Das Blitzlichtgewitter machte Francois Affolter ebenso wenig aus wie der Fragenhagel der Journalisten: Werders Neuzugang von Young Boys Bern meisterte gestern seine offizielle Vorstellung im Medienraum des Weserstadions ziemlich souverän. Der 20-Jährige kam ziemlich sympathisch rüber – und gab in der fast 30-minütigen Gesprächsrunde angenehm klare Antworten.

Herr Affolter, gestern noch als Young Boy in Spanien, heute schon als Werder-Profi in Bremen – wie turbulent war der Wechsel für sie?

Francois Affolter:Mein Berater hat mich im Trainingslager angerufen und gesagt, dass ich nach Zürich fliegen muss, um mit Klaus Allofs zu sprechen. Es war ein sehr positives Gespräch. Bern hat auch sofort grünes Licht gegeben, deswegen ging alles so schnell – und ich saß im Flieger nach Bremen. Das ist eine große Chance für mich. Bei Young Boys hätte ich nicht mehr viel gespielt. Jetzt spiele ich bei einem deutschen Spitzenclub. Ich bin sehr stolz, hier zu sein und freue mich auf die nächsten Tage.

Francois Affolter ist angekommen

Francois Affolter ist angekommen

Wo liegen Ihre Stärken?

Affolter:Ich bin zwar für einen Innenverteidiger nicht sehr kräftig, aber ich kann schon Zweikämpfe gewinne. Ich bin sehr beweglich und sehr schnell, auch mit dem Ball. Meine beste Qualität ist meine Ruhe, nicht nur auf dem Platz. Ich bin ein ruhiger Typ.

Ist es nicht verwunderlich, dass Sie als Ersatzspieler eines Schweizer Erstligisten zu einem deutschen Spitzenclub wechseln?

Affolter:Ich war schon ein wenig überrascht – genauso wie von meiner Situation in Bern. Ich hatte die drei letzten Spielzeiten immer gespielt, aber unter dem neuen Trainer Christian Gross saß ich meistens auf der Bank oder sogar nur auf der Tribüne. Das war schade, Ich wäre gerne geblieben. Aber als junger Spieler muss ich spielen. Da rechne ich mir hier größere Chancen aus.

Sie müssen noch bis Mitte März zum Militärdienst. Wie lässt sich das mit Ihrem Job bei Werder vereinbaren?

Affolter:Wenn man im Ausland ist, muss man da eigentlich nicht mehr hin. Aber das kläre ich noch.

Wie gut kennen Sie die Bundesliga?

Affolter:Natürlich verfolge ich die Bundesliga. Jeder Nationaltrainer in der Schweiz hat mir gesagt, dass ich in die Bundesliga muss, wenn ich weiterkommen will. Heute Morgen habe ich sogar eine SMS von Ottmar Hitzfeld (A-Nationaltrainer der Schweiz, Anm. d. Red.) bekommen. Er hat mir geschrieben, es wäre gut, zu Werder zu wechseln, weil man hier sehr gut mit jungen Spielern umgeht. Das war schon ein guter Tipp von ihm, denn er kennt sich in der Bundesliga sehr gut aus.

Das erste Training

Francois Affolter trainiert das erste Mal in Bremen

Was sind Ihre Ziele?

Affolter:Ich werde alles tun, um einen Stammplatz zu kriegen. Wir müssen jedes Spiel auf Sieg spielen – und am Ende wollen wir von allen Mannschaften die meisten Punkte haben.

Sind Sie schon fit genug für einen Einsatz am Samstag gegen Leverkusen?

Affolter:Wir haben vor 20 Tagen mit der Vorbereitung begonnen. Ich fühle mich gut. Ich habe auch zwei Testspiele gemacht, zuletzt gegen Dynamo Kiew. Ich habe durchgespielt und eine gute Leistung gebracht. Das Selbstvertrauen ist da und der Wille sowieso.

Was kennen Sie schon von Bremen – außer Werder und dem Flughafen?

Affolter:Auf dem Weg zum Parkhotel habe ich den Hauptbahnhof gesehen. Jetzt bin ich am Stadion, und die Weser ist da hinten ja auch. Es ist sicher ein Vorteil für mich, dass ich Deutsch sprechen kann. So wird es einfach für mich zu spielen und zu leben. · kni

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