Djilobodji-Ersatz strotzt nur so vor Selbstbewusstsein

Darauf hat Galvez gewartet

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Werder-Profi Alejandro Galvez

Bremen - Nein, eine gute Saison ist das für Alejandro Galvez wirklich nicht. Erst versperrte ihm Assani Lukimya den Weg in die Bremer Innenverteidigung, dann dessen Nachfolger Papy Djilobodji. Doch der Senegalese ist für drei Spiele gesperrt – und Galvez gibt offen zu: „Das ist eine gute Chance für mich. Ich bin bereit, sie zu nutzen.“

Bekommt er die Chance denn überhaupt? Viktor Skripnik will eigentlich nichts verraten und verrät doch alles. „Die Position können auch andere spielen“, sagt der Coach und verweist auf Clemens Fritz, Lukas Fröde und Oliver Hüsing. Doch die vermeintlichen Alternativen kassiert er gleich wieder ein: „Wir müssen uns Konkurrenz basteln, denn ohne Konkurrenz gibt es keine Entwicklung. Deswegen kann ich nicht sofort sagen, wer spielt.“

In Dortmund wird es also Galvez sein. Davon ist der Spanier auch fest überzeugt. Er strotzt nur so vor Selbstvertrauen. „Ich bin in einer guten Form“, behauptet der 26-Jährige. Der letzte Eindruck ist da allerdings ein ganz anderer: Bei der 0:5-Klatsche in München war er zusammen mit Santiago Garcia der schlechteste Bremer (Note 5,5). Davor gab es in diesem Jahr nur drei Einwechslungen in Bundesliga und Pokal. Spielpraxis sieht anders aus. Deshalb hat ihm das Trainerteam zuletzt auch einen Einsatz im Test der U 23 gegen Groningen verordnet.

Ob das reicht? Galvez fürchtet in Dortmund jedenfalls kein weiteres Debakel wie in München. „Ich habe niemals Angst, unter die Räder zu kommen – weder in München noch in Dortmund.“ Außerdem habe er auch „nie Angst, dass Werder absteigen könnte“.

Dafür gibt es leise Zweifel an seiner Zukunft in Bremen. Hatte er zuletzt noch hoch erfreut auf eine Ankündigung von Sportchef Thomas Eichin zur vorzeitigen Vertragsverlängerung über 2017 hinaus reagiert, sagt er nun: „Warten wir erst einmal ab, wie sich die Saison entwickelt.“ Denn eines ist klar: Galvez will wieder mehr spielen – und das sicher nicht in der Zweiten Liga. Er hat es selbst in der Hand beziehungsweise auf dem Fuß. - kni

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