Die perfekten Tage des Marko Marin: Drei Tore in drei Spielen und ein deutliches Signal vom DFB

Und dann ruft auch noch Flick an

Immer für einen Spaß zu haben: Gemeinsam mit Claudio Pizarro (rechts) präsentierte Marko Marin nach dem Halbfinal-Sieg gegen Augsburg das offizielle Werder-Shirt für das zehnte DFB-Pokalfinale mit Bremer Beteiligung.

Bremen - Von Björn Knips · Jetzt bitte nicht erschrecken, aber diese Aussage hat es wirklich in sich. „Das ist kein Formhoch, das ist Normalität“, sagt Werder-Boss Klaus Allofs über Marko Marin. Dabei spielt der erst 21-Jährige gerade so gut und erfolgreich wie noch nie in seiner Profi-Karriere.

Ob beim 4:4 gegen Valencia, beim 3:2-Erfolg gegen Bochum oder beim 2:0-Sieg gegen Augsburg – Marin hat in nur sechs Tagen in allen drei Wettbewerben getroffen und war dabei jeweils der beste Bremer auf dem Platz. „Es kann schon sein, dass wir gerade den besten Marko Marin sehen“, bestätigt der nur 1,70 Meter große Dribbelkünstler und strahlt zufrieden.

Für Marin könnte es nicht besser laufen. Denn offenbar hat nun auch Bundestrainer Joachim Löw erkannt, dass der junge Bremer ein ganz wichtiger Mann für die WM in Südafrika werden könnte. Löw griff zwar nicht selbst zum Telefon, aber er beauftragte zumindest Ende vergangener Woche seinen Assistenten Hans-Dieter Flick mit einem Anruf bei Marin.

Marko Marin im Porträt

Marko Marin im Porträt

„Er hat mir nach dem Valencia-Spiel ein Feedback für die letzten Wochen gegeben und gesagt, dass sie zufrieden mit mir sind“, berichtet Marin nicht ohne Stolz: „Ich bin froh, das gehört zu haben.“ Er hat den Anruf als Wertschätzung empfunden, nachdem er erst kürzlich nach einer weiteren Länderspielreise ohne Einsatz geklagt hatte: „Ich verstehe nicht, warum ich keine Chance bekomme.“

Rückendeckung bekommt Marin einmal mehr von seinem Vereinscoach. Und der wählte dabei nach dem Augsburg-Spiel ungewohnt deutliche Worte: „Es wäre fatal, wenn man in der Nationalmannschaft Markos Qualitäten im Spiel nicht nutzen würde.“ Als Beweis müsste Schaaf jetzt nur noch die Aufzeichnungen der letzten drei Werder-Spiele zur DFB-Zentrale nach Frankfurt schicken. In diesen Partien hat Marin beste Werbung als Mittelfeldspieler betrieben und eben auch als Goalgetter geglänzt. Das Toreschießen hatte ihn bis dato bei Werder nicht gerade ausgezeichnet. Dabei war er nach seinem Wechsel im Sommer von Mönchengladbach an die Weser von Schaaf in den Sturm beordert worden. Durchaus mit Erfolg, aber eben fast ohne Torerfolg. In diesem Jahr ist Marin ins Mittelfeld zurückgekehrt – und noch besser geworden. „Das ist meine Position“, schwärmt er: „Wenn ich das Spiel vor mir habe, dann ist das ein Vorteil für mich.“

Eine echte Erklärung dafür, warum er plötzlich so häufig trifft, hat Marin nicht. Aber seine Leistungsexplosion verwundert ihn nicht: „Natürlich ist da bei mir eine Entwicklung zu erkennen. Ich trainiere hier schließlich seit sechs Monaten.“ Der harte Konkurrenzkampf bei einem Spitzenclub hat sich also ausgezahlt. Genauso wie für Werder die Rekord-Ablösesumme von 8,3 Millionen Euro. Doch Klaus Allofs ist weit davon entfernt, Marin jetzt schon als Top-Neuzugang zu verbuchen. Der Werder-Boss will noch mehr. Passend zu seiner Normalität-Aussage fordert der Ex-Profi: „Marko ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung, er muss sich noch körperlich festigen.“ Damit er dann endgültig zum Schrecken aller Verteidiger wird.

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