Keine Schadenfreude bei Martin Harnik

Stuttgart - Als Belohnung für seine beiden Tore bekam Martin Harnik ein Mikrofon in die Hand gedrückt. Der Torjäger des VfB Stuttgart kletterte nach dem 4:1 gegen Werder auf den Zaun der Fankurve und heizte den ohrenbetäubenden Jubel noch weiter an.

Der VfB hat jetzt 36 Tore in der Rückrunde geschossen, Harnik elf. Beides ist ein Bestwert in der Bundesliga und gehört auch zu den Gründen, warum die Stuttgarter fast sicher in der Europa League sind. „Europapokal, Europapokal“, sang Harnik auf dem Zaun. Sein Doppelpack war eine besonders süße Rache dafür, dass ihn die Bremer 2009 aussortiert hatten. Harnik hätte dieses Gefühl auskosten können, tat es aber nicht: „Ich verspüre keine Genugtuung und bin auch nicht schadenfroh. Ich bin jetzt drei Jahre älter. Als ich Bremen verließ, war ich noch nicht soweit.“ Trotzdem sollte die Entwicklung des 24-Jährigen Werder zu denken geben. Dort plante man ihn am Ende nur noch als Rechtsverteidiger ein, ehe er zunächst an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen und dann für 300 000 Euro nach Stuttgart verscherbelt wurde. Die Gründe dafür hat Harnik in der „Stuttgarter Zeitung“ nur ein Mal angerissen. „Trainer Thomas Schaaf kam mit mir als Typ nicht zurecht.“ dpa

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