Daniel Jensen – kaum da, schon wieder am Ball

Daniel Jensen trainiert schon wieder mit der Mannschaft.

Bremen - (mr) · Überraschung am Vormittag. Die Werder-Spieler, die am Sonntag im Test gegen Santander (3:1) kaum oder gar nicht zum Einsatz gekommen waren, machten gestern ein Kleinfeld-Trainingsspielchen. Und mittendrin: Daniel Jensen! Dass der Däne nach seinen Problemen an der linken Achillessehne in Bremen erwartet wurde, war klar – nicht aber der sofortige Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining.

„In den drei Wochen, in denen ich Urlaub hatte, war ich in Behandlung und habe trainiert“, erklärte der 31-Jährige seine unerwartet rasche Rückkehr. Besonders in der letzten Reha-Woche in Dänemark habe er „intensiv gearbeitet. Ich habe Lauf- und Krafttraining gemacht, aber auch schon etwas mit dem Ball.“

Nach der Belastung gestern urteilte Jensen: „Ich merke schon noch ein bisschen, das ist doch verständlich. Das wird aber besser, wenn ich richtig ans Limit gehe. Insgesamt bin ich zuversichtlich, habe ein gutes Gefühl und will von der Intensität her jetzt mehr und mehr drauflegen.“

Noch vor wenigen Wochen hatte der Mittelfeldmann ganz anders, viel sorgenvoller geklungen. Bei der WM in Südafrika waren beim Dänen Beschwerden an der Achillessehne aufgetreten. „Es fühlte sich an, als ob mich etwas blockiert. Bei einer Ultraschalluntersuchung wurde dann ein entzündeter Schleimbeutel festgestellt“, berichtete Jensen: „Die erste Diagnose war, dass ich operiert werden muss.“ Ein Schock, schließlich hatte er erst 2009 eine OP an der rechten Achillessehne über sich ergehen lassen müssen – wegen genau der gleichen Verletzung.

Doch diesmal gab’s in der Heimat Entwarnung: „In Dänemark wurde ich noch mal untersucht. Zum Glück war es doch nicht so schlimm“, meinte Jensen, der um eine Operation herumkam und deswegen nicht so lange pausieren musste.

Bei Werder hat sich der 31-Jährige nun – mal wieder – vorgenommen, Stammspieler zu werden. Das hat seit seinem Vereinseintritt 2004 jedoch selten geklappt. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist gerade riesig, doch Jensen gibt sich trotzig: „Wenn ich ein bisschen Druck habe, werde ich besser.“

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