Der Däne liest keine Berichte über Werder – und fordert noch mehr Aggressivität

Vestergaard nervt die Schwarz-Weiß-Malerei

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Kennt sich in den Zeitungen aus, ohne sie zu lesen: Jannik Vestergaard.

Belek - In der Werder-Kabine liegen immer die aktuellen Tageszeitungen mit den Berichten über Werder aus, doch Jannik Vestergaard schaut angeblich nie rein. Und bei Fußballspielen im Fernsehen schalte er den Ton aus, verriet der dänische Innenverteidiger.

Der Grund: In Deutschland, der Heimat seiner Mutter, werde generell und vor allem in den Medien zu viel Schwarz-Weiß gemalt. „Entweder ist alles toll oder alles scheiße. Es wird dazu tendiert, das Negative zu sehen und zunächst mal die Probleme anzusprechen“, moniert Vestergaard. In Dänemark sei das anders, da würde zunächst eher das Positive hervorgehoben.

Allerdings gab es in der Hinrunde bei Werder – ganz objektiv betrachtet – nicht allzu viel Positives. Die Bremer überwintern erneut auf dem Relegationsplatz und stecken schon wieder in Abstiegsgefahr. Deshalb räumt Vestergaard auch ein: „Ich respektiere die Kritik. Wir haben nur 15 Punkte und können uns nicht beschweren.“

Damit es in der Rückrunde besser wird, brauche Werder nicht nur etwas mehr interne Reibung (das hatte der Däne schon in der Vorwoche gefordert) – sondern auch mehr Entschlossenheit und mehr Präsenz auf dem Platz. „Wir müssen und wollen härter werden und unangenehmer für die Gegner sein, waren teilweise zu lieb“, sagt Vestergaard: „Das war ein Problem, das haben wir angesprochen und wollen es ändern.“ Auch er selbst will sich in dieser Hinsicht verbessern – und hat damit im Test gegen Sivasspor (0:0) angefangen, als er – auch verbal – ziemlich giftig wirkte. Recht so, sagt der 23-Jährige: „Wenn ich aggressiv rübergekommen sein sollte, war das ein Schritt in die richtige Richtung.“

Bilder vom Werder-Training am Dienstag

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