Werder gegen Bayern – besser geht’s nicht / Schaaf hofft auf die ganz große Feier

Der Countdown für den Final-Knaller beginnt

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Noch vier Tage, dann gilt’s: Gegen Bayern München will Thomas Schaaf zum sechsten Mal den DFB-Pokal in seinen Händen halten.

Bremen - Von Carsten Sander · Spätestens heute werden die Gedanken an das große Finale Einzug in die Köpfe halten. Am Wochenende und auch am freien Tag gestern wollten die Spieler von Werder Bremen noch nichts hören vom Duell der Pokal-Giganten, das am Samstag als Endpunkt der nationalen Saison das Fan-Volk elektrisieren wird.

Es misst sich der sechsfache Cup-Sieger aus Bremen mit dem 14-maligen Triumphator Bayern München, es spielt der Titelverteidiger gegen den frisch gekürten Meister. Geht’s noch besser?

Natürlich nicht. Es ist das Finale überhaupt – und dennoch konnte es die Bremer Profis am Wochenende noch nicht so richtig erreichen. Zu knisternd war das Bundesliga-Finish mit dem 1:1 gegen den HSV, als dass Torsten Frings und Co. sofort auf Berlin und das Endspiel hätten umschwenken können. „Erstmal“, kündigte der Kapitän am Samstag an, „wollen wir Platz drei feiern und kurz abschalten. Dann konzentrieren wir uns voll auf Berlin.“

Bilder aus den Bayern-Duellen der Saison

Dominante Bayern Tabellenführer: 3:2 bei Werder

Hart erkämptes Unentschieden

Also bitte, los geht’s! Um 10.00 Uhr startet heute die Trainingswoche, von der Chefcoach Thomas Schaaf sagt, dass es nochmal eine „intensive Woche“ wird. Deshalb hatte er sein Personal auch angemahnt, den erfolgreichen Liga-Endspurt nicht übermäßig – sagen wir mal – zu genießen. „Wir haben noch das Finale, danach gibt es dann hoffentlich noch einen ganz großen Anlass, etwas zu feiern“, meinte der 49-Jährige, der gewissermaßen die personifizierte Pokalerfahrung ist. Denn im zehnten Bremer Endspiel ist er zum neunten Mal dabei. Viermal als Spieler (zwei Siege), zum fünften Mal als Trainer (drei Triumphe). Schaaf und der „Pott“ sind, so scheint es, unzertrennlich. Jedenfalls finden sie immer wieder zusammen.

Die Pokalfeier aus dem Vorjahr

Werder Bremen: Pokalfeier: Marktplatz

Werder Bremen: Pokalfeier: Autokorso

Eines hat aber auch Schaaf noch nie geschafft: den Pokal zu verteidigen. Jetzt ist die Chance da – wenngleich sich Werder gegen den Champions-League-Finalisten in der Außenseiterrolle sieht. „Die Bayern sind favorisiert“, meint der Trainer. Ja, bestätigt Geschäftsführer Klaus Allofs, „aber nicht haushoch“.

Selbst wenn: Außenseitersiege sind doch immer die schönsten. So wie 1999, als der Fast-Absteiger aus Bremen den damaligen Meister und Champions-League-Finalisten aus München – man beachte die Parallele zu diesem Jahr! – nach Elfmeterschießen bezwang. Es war Schaafs erster Titel als Trainer. Und es ist ein Spiel, an das bis zum Anpfiff in Berlin sicherlich noch oft erinnert wird. Schaaf erinnert sich in der aktuellen Ausgabe des „kicker“: „Keiner hatte uns auf der Rechnung. Als David haben wir den Goliath besiegt.“

Von David und Goliath wird anno 2010 allerdings niemand mehr sprechen. Die Bayern sind zwar nach wie vor groß, die Bremer aber nicht mehr klein. „Es wird die Tagesform entscheiden“, glaubt Abwehrass Per Mertesacker.

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