Bayern-Scout schließt Rückkehr „fast aus“

Coordes glaubt: Petersen bleibt

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Egon Coordes ·

Bremen - Beim Werder-Training gab es gestern Nachmittag einen interessierten Zuschauer aus dem Süden. Egon Coordes, gebürtiger Bremerhavener, ehemaliger Trainer (unter anderem Hamburger SV und VfB Stuttgart) und seit Jahren Scout beim FC Bayern, schaute sich mal wieder eine Bremer Einheit an.

Der 68-Jährige sprach mit Werder-Coach Thomas Schaaf und natürlich auch mit Nils Petersen (24). „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis. Ich habe mich gefreut, dass er da war“, meinte der bis Sommer aus München ausgeliehene Bremer Stürmer, dessen Zukunft nach wie vor offen ist. Wird er erneut verliehen oder gar verkauft? Da gibt es „keinen neuen Stand“, sagte Petersen, der sehr gerne bleiben würde.

Und das soll er auch, findet Coordes: „Ich bin dafür. Werder war ein guter Schritt für Nils. Er war und ist hier gut aufgehoben.“ Coordes hat bei den Bayern bei Transfers zwar keine Entscheidungsgewalt, er gibt als routinierter Spielerbeobachter aber sehr wohl Empfehlungen ab und kennt das Innenleben seines Clubs bestens. „Ich schließe fast aus, dass Nils wieder für Bayern spielt“, sagt Coordes und erklärt: „Man muss sich doch nur das Bayern-Team anschauen. Da sitzt Mario Gomez oft auf der Bank, Claudio Pizarro auch. Dann muss Nils da nicht auch noch sitzen.“

Bislang haben sich die Münchner noch nicht genau geäußert, wann sie im Fall Petersen eine endgültige Entscheidung treffen wollen. Coordes glaubt, „dass es sich in den nächsten vier bis sechs Wochen klären wird“ – und dass Werder beste Karten hat: „Mit Bayern kann man reden. Das wird sich regeln.“

Die Entwicklung von Petersen, den er einst in Cottbus für die Bayern scoutete und Trainer Jupp Heynckes eine Verpflichtung ans Herz legte, hat Coordes in dieser Saison genau verfolgt. „Nils ist ein vernünftiger Junge, sehr willig. Solche Typen braucht man als Trainer“, urteilt Coordes, der aber auch deutliches Verbesserungspotenzial sieht: „Er muss seine Chancen besser nutzen, noch ein bisschen griffiger werden und manchmal etwas grimmiger gucken.“ · mr

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