Die aktuell angesagtesten Clubs der Liga sind unter sich

Der nächste Auftrag für die Serientäter

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Werder-Sportchef Thomas Eichin guckt bei Augsburg ganz genau hin.

Bremen - Mal ehrlich: Hat irgendjemand in den vergangenen Jahren ernsthaft geglaubt, dass die Begegnung Werder Bremen gegen den FC Augsburg jemals der Top-Act eines Bundesliga-Spieltages sein würde? Wohl nicht. Und doch ist es so.

Wenn heute um 15.30 Uhr im Weserstadion der Anpfiff ertönt, stehen sich die beiden aktuell angesagtesten Teams der Liga auf dem Rasen gegenüber. „Ein cooles Duell“, schwärmt Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin über die Partie – und die Vorfreude strömt dabei aus jeder Silbe. Logisch, Werder ist schließlich so gut drauf wie seit Jahren nicht mehr. Drei Siege zum Rückrundenstart machen die Bremer zum Team der Stunde. Und Gegner Augsburg ist als Gesamtvierter sowieso die Überraschung der Saison. „Platz vier kriegst du nicht geschenkt. Dafür musst du ’was tun“, sagt Werder-Coach Viktor Skripnik voller Anerkennung.

Ohnehin schauen die durch Erfolge in der Vergangenheit hochdekorierten Hanseaten neugierig und auch ein bisschen neidisch auf die Entwicklung des FCA. Der ist mit einem Mini-Etat von nur 19 Millionen Euro in jene Sphären vorgestoßen, aus denen Werder herausgepurzelt ist. „Das Beispiel Augsburg zeigt, dass man sich auch unabhängig von der finanziellen Kraft in diesen Bereichen aufhalten kann. Man braucht dafür ein gutes Konzept, einen guten Teamgeist und muss hart arbeiten“, erklärt Eichin und gibt zu: Ja, Augsburg ist ein Vorbild. „Es ist ein Verein, auf den wir gucken müssen. Es ist ein Ansporn, das nachzumachen. Da sehen wir, was möglich ist.“

Doch das große Ganze zählt heute nicht. Auf die aktuelle Form kommt es an. Und da könnte Seriensieger Werder im Vorteil sein – aber nur leicht. Mit den drei Erfolgen gegen Hertha, Hoffenheim und Leverkusen sind die Gastgeber natürlich das beste Rückrundenteam. Dicht gefolgt von Augsburg, das in 2015 auf sieben Punkte kommt. Hätte die Truppe von Markus Weinzierl am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt nicht einen 2:0-Vorsprung verspielt (Endstand 2:2), würden heute zwei Optimalstarter aufeinandertreffen.

Von Euphorie werden die Kontrahenten aber auch so getragen. Während sich der FC Augsburg daran vermutlich schon gewöhnt hat, ist das Gefühl für den SV Werder einigermaßen neu. Nach Jahren der Regression und Depression scheint es endlich wieder aufwärts zu gehen. Ein neues Lebensgefühl, „das wir alle genießen“, meint Sportchef Eichin, der die frisch entfachte Euphorie rund um den Club auch gar nicht bremsen will. „Wir wollen uns aber auch nicht überschätzen“, sagt er: „Wir wissen, dass wir mehr als hundert Prozent bringen müssen, um zu bestehen.“ Oder anders gesagt: Werder muss gegen Spitzenteams wie Augsburg (an diese Formulierung muss man sich wirklich erst gewöhnen) über sich hinauswachsen. „Und dann“, meint Eichin mit einem angriffslustigen Grinsen im Gesicht, „werden wir sehen, über wen um 17.15 Uhr noch gesprochen wird. Es ist die Aufgabenstellung für uns, zu zeigen, wer das bessere Team ist.“

csa

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