Jochbein glatt durch, Rippe auch – aber Clemens Fritz spricht von „Glück im Unglück“

Cool trotz Knochenbrüchen

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Das medizinische Personal kümmert sich um Clemens Fritz, der sich sicher war: Gebrochen ist nichts. Ist es doch.

Bremen - Gestern Vormittag, Termin beim Gesichtschirurgen. Clemens Fritz wollte Gewissheit, dass er doch irgendwie glimpflich davon gekommen ist. Und er bekam sie. Das Jochbein unter dem linken Auge ist glatt gebrochen, eine Operation deshalb nicht nötig.

„Das ist schon mal gut“, atmet der Werder-Kapitän auf. „Glück im Unglück“ habe er wohl gehabt, meint Fritz.

Wobei von Glück eigentlich überhaupt nicht die Rede sein kann. Schließlich hatte der 32-Jährige während seines 45-Minuten-Einsatzes beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach auch noch einen Rippenbruch erlitten. So demoliert ein Spiel zu beenden und trotzdem positiv zu denken – das hat schon was. „Ich bin eben immer optimistisch“, sagt Clemens Fritz.

Den Jochbeinbruch hatte er sich schon in den ersten Minuten der Partie bei einem Zusammenprall mit Havard Nordtveit zugezogen. „In einem ganz normalen Zweikampf, da war kein Foul“, sagt Fritz. Trotzdem hat es gekracht, und sofort war der Schmerz da. „Aber im Spiel verdrängst du das. Ich war mir auch ziemlich sicher, dass nichts gebrochen ist.“ Deshalb spielte er weiter – mit einem Brummschädel und einer Jochbein-Fraktur. Erst der Rippenbruch stoppte ihn dann: „Ich konnte nicht mehr richtig tief einatmen, da ging nichts mehr.“ Nach der Pause blieb er in der Kabine.

Nach einer Gelb-Rot-Sperre und einer hartnäckigen Grippe fällt Fritz nun schon wieder aus. Vier Wochen Pause stehen ihm bevor – nicht wegen des Jochbeins, sondern wegen der Rippe. „Das behindert einen deutlich mehr“, sagt Fritz. Wenn nur das Jochbein gebrochen wäre, könnte es „relativ zügig“ gehen. „Aber auch so bin ich zuversichtlich, dass ich schneller wieder fit bin als erst in vier Wochen“, meint der Mittelfeldspieler. Schon morgen will er mit der Reha beginnen – sofern die von der gebrochenen Rippe ausstrahlenden Schmerzen das zulassen. „Spätestens zum Saisonende“, prognostiziert Fritz, „will ich wieder eine Stütze für die Mannschaft sein“. · csa

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