Comeback gegen Hertha wahrscheinlich, kein Interesse an anderen Clubs / Bald neues Twitter-Bild?

Di Santo macht Werder „echt froh“

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Dieses Bild gefällt Franco Di Santo richtig gut – und deswegen ist es noch immer sein Profilfoto bei Twitter. Es zeigt den Argentinier beim Jubel nach seinem Tor in Berlin. Gegen die Hertha will Werders Torjäger in zwei Wochen sein Comeback geben, möglichst wieder so erfolgreich.

Bremen - Franco Di Santo geht es immer besser – er muss nicht mal mehr seine Beine abkleben. Am Donnerstag hatte sich der Argentinier für sein erstes komplettes Mannschaftstraining nach der Verletzung noch unter beiden Knien getaped. Eine Vorsichtsmaßnahme, wie er sagte. Gestern waren beim Werder-Torjäger keine weißen Bänder mehr zu sehen. „Ich habe jetzt das Gefühl, dass ich sie nicht mehr brauche“, erklärte der 25-Jährige.

„Bien, bien, bien“ – also ziemlich gut – fühle er sich, sagte Di Santo und strahlte: „Am Anfang war ich noch etwas vorsichtig, hatte Respekt und ein bisschen Angst. Aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich kann wieder alles machen und habe überhaupt keine Schmerzen mehr.“ Nur die Beine seien etwas müde, eine Auswirkung des harten Trainings – mehr nicht.

Di Santo wähnt sich nach seinem Außenbandanriss im rechten Knie und knapp zwei Monaten Pause auf einem „sehr guten Weg, dass ich gegen Hertha spielen kann“. Der Rückrunden-Auftakt gegen die Berliner steht am 1. Februar auf dem Bremer Programm.

Trainer Viktor Skripnik registriert die Fortschritte des besten Bremer Torschützen (sechs Saisontreffer) mit großer Erleichterung. Im Trainingslager in Belek war der Coach noch recht verhalten gewesen und hatte lediglich die Hoffnung geäußert, dass Di Santo zu Beginn der zweiten Saisonhälfte wieder einsatzfähig ist. Nun klingt er fast schon euphorisch, wenn er über den Argentinier spricht. „Jeder hat in der Hinrunde gemerkt, wie wichtig er ist. Es war teilweise schwierig ohne ihn. Ich bin echt froh, dass Franco wieder da ist. Und er hat noch zwei Wochen Zeit, um sich zu verbessern“, sagte Skripnik gestern und fügte an: „Wichtig ist, dass er in allen Bereichen zu 100 Prozent arbeiten kann: im Abschluss oder auch im Eins-gegen-Eins.“

Das kann Di Santo offensichtlich wieder. Gestern Vormittag versenkte er im Training den einen oder anderen Ball. Zugegeben, aus ziemlich kurzer Distanz – aber immerhin. Für ihn ist es ohnehin erst mal wichtig, wieder ein richtiger Teil der Mannschaft zu sein. „So lange auszufallen, nicht trainieren und spielen zu können, hat schon ein bisschen ge-nervt“, gestand Di Santo. In den beiden Wochen bis zum Rückrunden-Start muss er deshalb „einiges aufholen und so schnell wie möglich meinen Rhythmus finden. Die Teamkollegen sind noch einen Schritt schneller, da muss ich mehr machen als die anderen.“ Das heißt: Früher zum Training kommen oder anschließend länger bleiben, um im Kraftraum zu schwitzen. Besonders für die Muskeln im rechten Bein „muss ich etwas tun“.

Di Santo ist derzeit voll auf Werder fokussiert, über die Zukunft und das mögliche Interesse anderer Clubs denke er gar nicht nach, versicherte er. Er habe seinem Berater sogar gesagt, „dass er mich nicht informieren soll, wenn es Anfragen gibt. Mein einziges Ziel ist es, wieder in Form zu kommen. Ich fühle mich sehr wohl hier“, betonte Di Santo, der noch bis 2016 bei Werder unter Vertrag steht. Über eine Verlängerung gab es lose Gespräche mit Sportchef Thomas Eichin, jedoch noch nichts Konkretes.

Priorität hat erst mal das Comeback. Möglicherweise darf Di Santo schon am Montag beim Testspiel in Duisburg für ein paar Minuten ran, um wieder reinzufinden. Spätestens in zwei Wochen soll er bei 100 Prozent sein. Dass er im Verein und bei den Fans als sehr großer Hoffnungsträger im Abstiegskampf gesehen wird, erschreckt Di Santo nicht – es schmeichelt ihm sogar: „Ich spüre keinen negativen Druck, sondern positiven. Dass die Leute Vertrauen in mich haben, motiviert mich zusätzlich. Das hilft mir. Wir schaffen den Klassenerhalt, ganz klar.“

Am liebsten würde der Argentinier die Rückrunde genauso beginnen wie die Hinrunde – mit einem Tor. In Berlin traf er im August 2014 zum 2:2 und rettete Werder einen Punkt. An seinen Jubel werden Di Santo und seine Follower bei Twitter täglich erinnert – der feixende Franco ist seither dessen Profilbild in dem sozialen Netzwerk, das er regelmäßig auf Deutsch, Englisch und Spanisch bedient. „Das Foto gefällt mir einfach“, grinste Di Santo schelmisch: „Ich hoffe aber, dass ich noch viele Tore mache. Dann kann ich es vielleicht auch mal austauschen...“

mr

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