Aaron Hunt hebt die spielerische Qualität und findet den Umbruch gut

Der Comeback-Experte macht Werder doppelt Mut

Wieder mittendrin: Werders Aaron Hunt feierte gegen den 1. FC Bayern München ein bemerkenswertes Comeback nach langer Verletzungspause.

Bremen - Von Malte Rehnert. Aaron Hunt muss lachen. „Keine Ahnung, wie das geht“, antwortet der 25-Jährige auf die Frage, warum er nach langen Verletzungen immer so eindrucksvoll zurückkehrt. Beim 1:2 gegen den FC Bayern am Samstag hatte Hunt erneut bewiesen: Er ist der absolute Comeback-Experte bei Werder Bremen. Er hat überhaupt keine Probleme, gleich in die Startelf und somit ins eiskalte Wasser geschmissen zu werden.

Das war am 28. November 2007 so, als er – nach über einem halben Jahr Pause – beim Champions-League-Coup gegen Real Madrid (3:2) glänzte. Und nun wieder: Hunt, der wegen eines Sehneneinrisses in der Leistengegend fast vier Monate gefehlt hatte, rutschte wegen der riesigen Personalnot in die Bremer Anfangsformation. „Es sind so viele ausgefallen, da musste ich ja fast schon spielen“, schmunzelt er und fügt an: „Ich war gut vorbereitet. Und es war besser, von Beginn an dabei zu sein. Reinzukommen, ist nach so langer Pause schwieriger.“

Seine Leistung im halblinken Mittelfeld fand Hunt „ganz in Ordnung. Ich habe ein bisschen gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden. Aber je länger das Spiel dauerte, umso besser wurde es.“ In der zweiten Halbzeit war er eindeutig der Auffälligste im Bremer Mittelfeld . Er hatte Ideen, eine vorzügliche Übersicht und auch mal den Mut zum riskanten Pass. Kurzum: Er brachte ein bisschen spielerischen Glanz zurück und verkörperte all das, was Werder in der Rückrunde häufig abging. Erst gegen Ende der 90 Minuten fehlte ihm dann „ein bisschen Power. Da hätte ich gerne noch mal zugelegt.“

Am Sonntag war er nach seinem ersten Einsatz „ein bisschen müde und kaputt“, aber gestern ging’s dann schon wieder.

Insgesamt war Hunt gegen die Bayern erstaunlich stark – und dafür gab es ein dickes Lob vom gesperrten Kapitän Clemens Fritz, der die Bayern-Partie von der Tribüne aus verfolgt hatte: „Ich muss Aaron ein Kompliment machen. Das war sehr, sehr gut. Man hat gleich gemerkt, was er für eine Qualität hat. Ich hoffe, dass er das in den letzten zwei Spielen halten kann.“

Das hofft Hunt natürlich auch: „Ich wollte unbedingt noch in dieser Saison zurückkehren und will der Mannschaft weiter helfen.“ Mit seinen 25 Jahren ist er schon einer der älteren und erfahrenen Spieler im Team – und deshalb nicht nur im Endspurt der aktuellen, sondern auch in der kommenden Saison ein ganz wichtiger Mann für Werder. Und einer, der sich schon jetzt Gedanken über die Zukunft seines Clubs macht. „Wir befinden uns in einem Umbruch, das muss nicht immer etwas Schlechtes bedeuten. Ich finde, es ist eine gute Sache und es passiert zum richtigen Zeitpunkt. In der nächsten Saison können uns die vielen jungen Spieler noch mehr helfen, da kann etwas zusammenwachsen.“

Dass Werder in den nächsten Jahren im grauen Mittelmaß verschwindet, „glaube ich überhaupt nicht“, betont Hunt. Er sagt aber auch: „Natürlich müssen wir erst mal gucken, wer uns noch verlässt und wer dazukommt. Ich denke, es ist ganz wichtig, dass ein paar Leistungsträger bleiben.“

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