Co-Trainer Kohfeldt absolvierte Praktikum in Paderborn – fühlt sich aber nicht als Spion

Kein Bremer war Breitenreiter so nah

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Florian Kohfeldt erinnert sich gerne an Paderborn.

Bremen - „Ich war immer an seiner Seite“, sagt Florian Kohfeldt über Andre Breitenreiter und lacht: „Das klingt schon etwas komisch, oder?“ Aber so ist das nun mal mit Praktikanten – auch im Fußball. Und Kohfeldt war im September und Oktober vergangenen Jahres fünf Wochen lang Praktikant beim SC Paderborn, damals natürlich noch nicht als Co-Trainer der Bremer Bundesliga-Mannschaft, sondern noch als Werder-Nachwuchscoach und angehender DFB-Fußballlehrer. Am Sonntag kehrt Kohfeldt nach Paderborn zurück – als Gegner, aber auch als sehr dankbarer Ex-Praktikant.

„Ich hatte mit Paderborn wirklich ganz viel Glück“, sagt Kohfeldt. Denn anders als viele seiner Lehrgangskollegen „war ich in Paderborn wirklich ganz nah dran. Ich durfte an den Trainersitzungen teilnehmen, das ist nicht selbstverständlich.“ Bei Breitenreiter sei das umso bemerkenswerter, weil es für den 41-Jährigen die Premieren-Saison in der Bundesliga ist. „Da tut man sich nicht unbedingt noch einen Praktikanten an“, findet Kohfeldt: „Ich bin Andre und dem SC Paderborn sehr, sehr dankbar, ich habe einiges mitgenommen.“

Allerdings keine Infos, die für das Spiel am Sonntag helfen könnten. „Zu glauben, durch mein Praktikum einen Vorteil zu haben, das ist Unsinn“, sagt der 32-Jährige. Deshalb hat er den SCP wie jeden anderen Bundesligisten auch genau unter die Lupe genommen. Und der Respekt vor den Gastgebern ist auch nach deren Absturz in die Abstiegszone groß. „Die machen dort einen Riesenjob, man darf wirklich nicht die besonderen Rahmenbedingungen dort vergessen“, sagt Kohfeldt und gesteht, dass ihm der Club sogar ein bisschen ans Herz gewachsen ist: „Ich würde mich wirklich freuen, wenn sie drin bleiben. Aber punkten dürfen sie erst nach unserem Spiel.“

Dann wird Kohfeldt ganz sicher auch wieder mit Breitenreiter sprechen. In dieser Woche herrscht verständlicherweise Funkstille. „Wir telefonieren und schreiben sonst schon regelmäßig“, verrät Kohfeldt: „Ich schätze ihn sehr als Trainer und freue mich auf Sonntag.“

kni

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