„Das Beste, was passieren konnte“

Pizarro: Die Legende trägt wieder Raute

+
Als wäre er nie weg gewesen: Claudio Pizarro, 39 Jahre alt, absolvierte Sonntag sein erstes Training im Werder-Dress. Nach 1999, 2008, 2009 und 2015 hatte er zuvor zum fünften Mal in seiner Karriere an der Weser unterschrieben.

Bremen - Das rot-weiße Flatterband, es leuchtete vor Tor 1 des Weserstadions zwar grell in der Sonne, ein Hindernis stellte es am Sonntagnachmittag deswegen aber trotzdem nicht da – nicht an einem solchen Tag, nicht, wenn die Vereinslegende zurück ist.

Als Claudio Pizarro gegen 16.30 Uhr das Stadion verließ und sich (mal wieder) auf den Weg zu seinem ersten Werder-Trainer machte, gab es für die Frau mit den kurzen blonden Haaren kein Halten mehr: Sie stürmte auf ihren Helden zu, nahm ihn herzlich in die Arme und rief: „Wie geil ist das denn!?“ Pizarro reagierte so, wie er immer reagiert: locker. Er lächelte, erwiderte die Umarmung, hielt einen kurzen Plausch und ging dann weiter – an so manch staunendem Gesicht vorbei. Ja, er ist zurück, hat zum fünften Mal einen Vertrag bei Werder unterschrieben! Das, was der Verein am Vormittag per Mitteilung offiziell bestätigt hatte, war nun für jedermann zu sehen: Pizarro spielt weiter, noch ein allerletztes Jahr – mit der Werder-Raute auf der Brust.

Die wichtigsten Fakten vorweg: Pizarro, der nach seinem Intermezzo beim 1. FC Köln ablösefrei ist, erhält bei Werder einen stark leistungsbezogenen Vertrag. Neben einem vergleichsweise geringen Grundgehalt kassiert er Prämien für Einsätze, Punkte und Tore. „Claudio ging es bei der Sache nicht ums Geld. Er will einfach weiter spielen und möchte seine Karriere nicht mit einem Abstieg beenden“, sagt Sportchef Frank Baumann über den Angreifer, der die Vorsaison mit den Kölnern auf Platz 18 abgeschlossen hatte.

Pizarro soll ähnliche Rolle einnehmen wie Drobny

Bei Werder hatten sie schon länger mit dem Gedanken gespielt, dem Peruaner nach 1999, 2008, 2009 und 2015 zum fünften Mal einen Vertrag vorzulegen. Bereits im Winter gab es derartige Überlegungen, konkreter wurde es dann Ende Mai, Anfang Juni. Als dann noch klar wurde, dass Stürmer Aron Johannsson mit einer Sprunggelenksverletzung langfristig ausfällt, machte Werder den Coup perfekt. Pizarro wird den Platz des 26-Jährigen einnehmen – allerdings in gänzlich anderer Rolle.

Es dürfte klar sein, dass der knapp 40-jährige Angreifer kein Startelf-Kandidat mehr ist, aber das soll Pizarro bei Werder auch gar nicht sein. Ähnlich wie Back-up-Torhüter Jaroslav Drobny (38) soll er seinen Teamkollegen vor allem abseits des Platzes helfen. „Man kann ihre Rollen gut miteinander vergleichen“, sagt Baumann. „Wir können Jaro jederzeit ins Tor und Claudio jederzeit in den Sturm stellen, aber genauso wichtig ist, dass sie ihre Erfahrung weitergeben.“ Der Sportchef weiß, wovon er spricht, schließlich hat er selbst schon einmal davon profitiert.

Pizarros Karriere in Bildern

Claudio Pizarro
Willkommen in Bremen: Ein junger Claudio Pizarro macht sich im August 1999 für seinen allerersten Bundesliga-Einsatz bereit.  © imago/Team 2
Claudio Pizarro
Beim Startelf-Debüt gelingt Pizarro gleich sein erstes Bundesliga-Tor. Kaiserslauterns Andreas Reinke ist machtlos. Innerhalb der nächsten Woche lässt er fünf weitere Treffer folgen und erobert die Fan-Herzen im Sturm.  © imago/Jaspersen
Claudio Pizarro
Auch beim „Wunder von der Weser“ gegen Olympique Lyon, als Bremen eine 0:3-Pleite aus dem Hinspiel noch dreht, ist Pizarro beteiligt. Er erzielt den 4:0-Endstand.  © imago/Jaspersen
29 Tore erzielte Pizarro in zwei Jahren für Werder. Hier bejubelt er einen Treffer mit Rade Bogdanovic.
29 Tore erzielte Pizarro in zwei Jahren für Werder. Hier bejubelt er einen Treffer mit Rade Bogdanovic.  © imago
Claudio Pizarro
Nach zwei Jahren in Bremen folgt Pizarro dem Ruf aus München. Neben Vizepräsident Dr. Fritz Scherer (l.) und Karl-Heinz Rummenigge präsentiert er stolz das Trikot mit der Nummer 14.  © imago/ActionPictures
Claudio Pizarro
Für den FC Bayern spielt Pizarro erstmals in der Champions League. Im April 2002 bejubeln Stefan Effenberg und Bixente Lizarazu seinen 2:1-Siegtreffer gegen die „Galaktischen“. Zinedine Zidane schaut enttäuscht zu, im Rückspiel setzt sich Real Madrid aber durch.  © imago/WEREK
Claudio Pizarro
Zwei der erfolgreichsten ausländischen Bundesliga-Torschützen beim gemeinsamen Jubel: Claudio Pizarro nimmt Sturmpartner Giovanne Elber Huckepack. Ein Bild, an das sich die Konkurrenz im Oktober 2002 gewöhnen musste.  © imago/WEREK
Claudio Pizarro
Mit den Bayern gewinnt Pizarro die ersten Titel. In der Saison 2002/03 werden sie Meister und Pokalsieger. Im Finale trifft „Pizza“ gegen Kaiserslautern und reckt anschließend den Pokal in die Höhe.  © imago/Ulmer
Claudio Pizarro
Im Mai 2005 feiert Pizarro erneut das Double. Während er auf dem Münchner Rathausbalkon die Meisterschale präsentiert, verbirgt sich hinter dem DFB-Pokal sein langjähriger Mitspieler Torsten Frings.  © imago/ActionPictures
Claudio Pizarro
Ausgebremst: In London wird Pizarro in der Saison 2007/2008 nicht glücklich. Für den FC Chelsea erzielt er nur zwei Tore und kommt über die Rolle des Einwechselspielers nicht hinaus. Nach einer einjährigen Leihe verpflichtet Ex-Klub Werder  den Peruaner 2009 erneut.  © imago
Auch auf dem Bremer Rathausbalkon darf Pizarro sich den Pott krallen. Das DFB-Pokal-Finale 2009 gewann Werder Bremen dank Mesut Özil mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Im UEFA-Cup-Finale hatten sie weniger Glück, verloren gegen Schachtar Donezk mit 1:2 in der Verlängerung.
Auch auf dem Bremer Rathausbalkon darf Pizarro sich den Pott krallen. Das DFB-Pokal-Finale 2009 gewann Werder Bremen dank Mesut Özil mit 1:0 gegen Bayer Leverkusen. Im UEFA-Cup-Finale hatten sie weniger Glück, verloren gegen Schachtar Donezk mit 1:2 in der Verlängerung.  © imago
Die Entschlossenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben: Pizarro trifft zum 1:0 gegen Twente Enschede und egalisiert damit das Hinspielergebnis in der Europa League. Seine beiden weiteren Tore markieren den Hattrick und bringen Werder in die nächste Runde. Dort scheiden sie trotz seiner drei Scorerpunkte gegen Valencia aus. (Februar 2010)
Die Entschlossenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben: Pizarro trifft zum 1:0 gegen Twente Enschede und egalisiert damit das Hinspielergebnis in der Europa League. Seine beiden weiteren Tore markieren den Hattrick und bringen Werder in die nächste Runde. Dort scheiden sie trotz seiner drei Scorerpunkte gegen Valencia aus. (Februar 2010)  © imago
Küsschen für die Fans: Auch gegen Köln gelingt Pizarro im November 2011 ein Hattrick. Nachdem er den 2:0-Vorsprung durch Christian Clemens und Lukas Podolski ausgeglichen hatte, erzielt er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer.
Küsschen für die Fans: Auch gegen Köln gelingt Pizarro im November 2011 ein Hattrick. Nachdem er den 2:0-Vorsprung durch Christian Clemens und Lukas Podolski ausgeglichen hatte, erzielt er kurz vor Schluss den 3:2-Siegtreffer.  © imago
Der zweite Werder-Abschied: Die Werder-Bosse Klaus Filbry, Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer (v.l.) verabschieden Pizarro im September 2009 aus Bremen.
Der zweite Werder-Abschied: Die Werder-Bosse Klaus Filbry, Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer (v.l.) verabschieden Pizarro im September 2009 aus Bremen.  © imago
Zwar rückt Pizarro bei seiner erneuten Station in München ins zweite Glied, Glanzpunkte setzt er aber weiterhin. Über einen dürften sich auch Werder-Fans gefreut haben: Beim 9:2-Schützenfest gegen den HSV erzielte „Pizza“ im März 2013 vier Tore und legt zwei weitere auf.
Zwar rückt Pizarro bei seiner erneuten Station in München ins zweite Glied, Glanzpunkte setzt er aber weiterhin. Über einen dürften sich auch Werder-Fans gefreut haben: Beim 9:2-Schützenfest gegen den HSV erzielte „Pizza“ im März 2013 vier Tore und legt zwei weitere auf.  © imago
Aber nicht nur gegen den HSV zeigte er seine Klasse. Beim 5:2-Erfolg gegen Werder Bremen im April 2014 macht Pizarro zwei Tore selbst und bereitet eins vor.
Aber nicht nur gegen den HSV zeigte er seine Klasse. Beim 5:2-Erfolg gegen Werder Bremen im April 2014 macht Pizarro zwei Tore selbst und bereitet eins vor.  © imago
Abschied mit einem Titel. 2015 war Pizarro kaum noch zum Einsatz gekommen.
Abschied mit einem Titel. 2015 war Pizarro kaum noch zum Einsatz gekommen.  © imago
Claudio Pizarro
Weniger Glück hatte Pizarro im Trikot der peruanischen Nationalmannschaft. Für eine WM spielte er bisher nie. Bei der Copa America war der größte Erfolg die Teilnahme am Halbfinale 2015. Dort war gegen Chile Schluss.  © imago/Fotoarena
Ankunft in Bremen im September 2015: Als Pizarro am Münchner Flughaften gesichtet wird, verbreiten sich die Bilder im Netz wie ein Lauffeuer. Als er in Bremen landet, erwarten ihn dort bereits zahlreiche Werder-Fans sowie Pressevertreter. Was für eine Rückkehr!
Ankunft in Bremen im September 2015: Als Pizarro am Münchner Flughaften gesichtet wird, verbreiten sich die Bilder im Netz wie ein Lauffeuer. Als er in Bremen landet, erwarten ihn dort bereits zahlreiche Werder-Fans sowie Pressevertreter. Was für eine Rückkehr!  © imago
Wenig später ist es so weit: Gegen Hoffenheim feiert Pizarro die nächste Werder-Rückkehr. Der Einstand gelingt, mit einer Torvorlage in der Nachspielzeit bringt er Werder auf die Siegerstraße.
Wenig später ist es so weit: Gegen Hoffenheim feiert Pizarro die nächste Werder-Rückkehr. Der Einstand gelingt, mit einer Torvorlage in der Nachspielzeit bringt er Werder auf die Siegerstraße.  © imago
Der Torhunger ist noch längst nicht gestillt. Im Spiel gegen Hertha trifft Pizarro per Elfmeter zum Anschluss und hat es danach ganz eilig. Sein Wille wird belohnt, wenig später stibitzt der Peruaner Santiago Garcia den Ausgleichstreffer. Er hatte den Ball noch mit den Haarspitzen gestreift.
Der Torhunger ist noch längst nicht gestillt. Im Spiel gegen Hertha trifft Pizarro per Elfmeter zum Anschluss und hat es danach ganz eilig. Sein Wille wird belohnt, wenig später stibitzt der Peruaner Santiago Garcia den Ausgleichstreffer. Er hatte den Ball noch mit den Haarspitzen gestreift.  © imago
Pizarro hat immer noch den richtigen Torriecher und schenkt den Leverkusenern beim 4:1-Sieg drei Tore ein. 
Pizarro hat immer noch den richtigen Torriecher und schenkt den Leverkusenern beim 4:1-Sieg drei Tore ein.   © imago
Mitte März 2016 zieht Pizarro mit Marco Bode als Werders Rekordtorschütze gleich. Pizarro erzielte gegen Mainz 05 (1:1) seinen 101. Treffer im Werder-Trikot.
Mitte März 2016 zieht Pizarro mit Marco Bode als Werders Rekordtorschütze gleich. Pizarro erzielte gegen Mainz 05 (1:1) seinen 101. Treffer im Werder-Trikot.  © imago
Rund vier Wochen später schoss er sich dann im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:2) zum alleinigen Rekordtorschützen bei Werder.
Rund vier Wochen später schoss er sich dann im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (3:2) zum alleinigen Rekordtorschützen bei Werder.  © imago
Pizarro bejubelt mit Mannschaftskollege Santiago Garcia seinen 102. Treffer im Bremer Trikot.
Pizarro bejubelt mit Mannschaftskollege Santiago Garcia seinen 102. Treffer im Bremer Trikot.  © imago
Der Peruaner brauchte für seinen Rekord gerade einmal 183 Spiele und somit 196 Partien weniger als der ehemalige deutsche Nationalstürmer Bode.
Der Peruaner brauchte für seinen Rekord gerade einmal 183 Spiele und somit 196 Partien weniger als der ehemalige deutsche Nationalstürmer Bode.  © gumzmedia
Am 32. Spieltag der Saison 2016/17 lief Pizarro zum vorerst letzten Mal für Werder auf. Der Vertrag des Stürmer-Oldies wurde über die Zeit hinaus nicht verlängert.
Am 32. Spieltag der Saison 2016/17 lief Pizarro zum vorerst letzten Mal für Werder auf. Der Vertrag des Stürmer-Oldies wurde über die Zeit hinaus nicht verlängert.  © imago
In der Saison 2017/2018 ging Claudio Pizarro noch einmal für den 1. FC Köln auf Torejagd. Sein einziges Tor für den neuen Club schoss er gegen den VfB Stuttgart.
In der Saison 2017/2018 ging Claudio Pizarro noch einmal für den 1. FC Köln auf Torejagd. Sein einziges Tor für den neuen Club schoss er gegen den VfB Stuttgart.  © imago
Kaum zu glauben, aber wahr: Pizarro kam im  Sommer 2018 nochmal zum SV Werder zurück und unterschrieb für ein Jahr.
Kaum zu glauben, aber wahr: Pizarro kam im  Sommer 2018 nochmal zum SV Werder zurück und unterschrieb für ein Jahr.  © gumzmedia
Sein Comeback gab Pizarro am ersten Spieltag gegen Hannover 96.
Sein Comeback gab Pizarro am ersten Spieltag gegen Hannover 96.  © gumzmedia
Von wegen eingerostet! Claudio Pizarro zeigt auch im hohen Alter noch seinen sportlichen Mehrwert für Werder. Nur zwei Tage nach seinem 40. Geburtstag bereitete er den Siegtreffer des halb so alten Johannes Eggestein sehenswert vor.
Von wegen eingerostet! Claudio Pizarro zeigt auch im hohen Alter noch seinen sportlichen Mehrwert für Werder. Nur zwei Tage nach seinem 40. Geburtstag bereitete er den Siegtreffer des halb so alten Johannes Eggestein sehenswert vor.  © gumzmedia
Im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen trifft Pizarro erstmals in dieser Saison für Werder. Unter der Woche knipste er dann im DFB-Pokal gegen Weiche Flensburg und am folgenden Wochenende erzielte er sein zweites Saisontor im Spiel gegen Mainz 05. Nun ist er der älteste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der zwei Tore mit über 40 Jahren schoss.
Im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen trifft Pizarro erstmals in dieser Saison für Werder. Unter der Woche knipste er dann im DFB-Pokal gegen Weiche Flensburg und am folgenden Wochenende erzielte er sein zweites Saisontor im Spiel gegen Mainz 05. Nun ist er der älteste Spieler der Bundesliga-Geschichte, der zwei Tore mit über 40 Jahren schoss.  © imago
Ganz besondere Ehre für den Altmeister: Am 16. November 2018 wird Claudio Pizarro der „Bambi“ in der Kategorie Sport verliehen.
Ganz besondere Ehre für den Altmeister: Am 16. November 2018 wird Claudio Pizarro der „Bambi“ in der Kategorie Sport verliehen.  © Eventpress Fuhr für Hubert Burda Media
Mit einem Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen Hertha BSC wurde Claudio Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen ältester Torschütze der Bundesliga-Geschichte.
Mit einem Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen Hertha BSC wurde Claudio Pizarro mit 40 Jahren und 136 Tagen ältester Torschütze der Bundesliga-Geschichte.  © gumzmedia

1999 war es, da holte Werder den 36-jährigen Innenverteidiger Julio Cesar, der damals ebenfalls einen leistungsbezogenen Vertrag erhielt. Cesar hatte zwei Jahre zuvor mit Dortmund die Champions League gewonnen und befand sich im Spätherbst seiner Karriere. In Bremen kassierte der Brasilianer damals kein Grundgehalt, sondern nur Prämien für Einsätze und Siege. Es war ein Modell, das funktionierte. Cesar entwickelte sich schnell zum Stabilisator der Bremer Viererkette – und half dabei auch seinem damals noch unerfahrenen, 23-jährigen Nebenmann: Frank Baumann. Auch Pizarro gehörte damals zum Werder-Kader, nun soll er selbst zum Mentor werden.

Es ist eine Rolle, die ihn reizt, durch die er seine sportlichen Ansprüche aber nicht zu sehr zurückschrauben will. „Ich möchte der Mannschaft auch mit meinen Qualitäten und Toren helfen“, betont er in einem Interview mit „werder.tv“.

Pizarro noch nicht bei hundert Prozent

Am Sonntag absolvierte Werders Bundesliga-Rekordtorschütze (104 Tore) ein erstes individuelles Training, während die Kollegen beim Testspiel in Groningen weilten. Bis er so fit ist, dass er in der Bundesliga spielen könnte, wird es aber noch etwas dauern. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Ich habe zwar eine kleine Vorbereitung gemacht, die mir sehr geholfen hat, aber momentan bin ich erst bei 60 Prozent“, erklärt Pizarro, für den nach dem kommenden Jahr als Fußballprofi aber wirklich Schluss sein soll.

„Das wird mein letztes Jahr im Fußball“, betont der Peruaner. „Ich fühle mich in Bremen wie zu Hause. Ich habe eine lange Karriere gehabt, und jetzt wieder hier zu sein, ist das Beste, was mir passieren konnte.“ Bei Werder sehen sie das genauso. So kündigte Trainer Florian Kohfeldt bereits an, dass Pizarro Montagabend beim Testspiel in Lohne gegen Venlo zum Einsatz kommen wird.

Und auch während der Saison traut Kohfeldt ihm eine gute Rolle zu. „Wenn er fit ist und gesund bleibt, bin ich ganz sicher, dass er uns in den entscheidenden Momenten auch sportlich weiterhelfen kann. Seine Fähigkeiten sind unbestritten. Und er ergänzt vom Typ her unsere Alternativen im Sturmzentrum. Claudio ist eine Legende, und er wird seine Momente in dieser Saison bekommen.“ Punkt.

Schon gelesen?

Kommentar: i-Tüpfelchen auf der Sommer-Euphorie

Drobny-Drama bei Werders 0:0 in Groningen

Netzreaktionen zum Pizarro-Comeback: „Kalte Pizza schmeckt besonders gut“

 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 
 © 

Quelle: DeichStube

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Rundfunkbeitrag 2018: Alles Wissenswerte über Höhe, Umzug und Befreiung

Rundfunkbeitrag 2018: Alles Wissenswerte über Höhe, Umzug und Befreiung

Polizei in Utrecht hat Hinweise auf Terrormotiv

Polizei in Utrecht hat Hinweise auf Terrormotiv

Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie Ihren Job hassen

Das passiert mit Ihrem Körper, wenn Sie Ihren Job hassen

Neuseelands Parlament gedenkt der Opfer von Christchurch

Neuseelands Parlament gedenkt der Opfer von Christchurch

Meistgelesene Artikel

So lief Maxi Eggesteins erster Tag beim DFB-Team

So lief Maxi Eggesteins erster Tag beim DFB-Team

Bartels und die dicke Lippe

Bartels und die dicke Lippe

Erst robust, dann elegant - Marco Friedl nutzt seine Chance

Erst robust, dann elegant - Marco Friedl nutzt seine Chance

5.505 Euro - Kruse-Trikot setzt erste Bestmarke

5.505 Euro - Kruse-Trikot setzt erste Bestmarke

Kommentare